Wenn Mütter oder Väter vor Andreas Hölzle sitzen, ist da oft vor allem eines: Verzweiflung. Warum komme ich nicht zurecht, warum schaffe ich es nicht? Alle anderen schaffen es doch auch! Was stimmt nicht mit mir? Mit uns? Hölzle hört dann zu, stellt Fragen - und arbeitet darauf hin, dass die Hilfesuchenden ihre "negative Brille abnehmen und eine neue Brille aufsetzen", wie er es formuliert. Sie sollen Zuversicht schöpfen, neue Kraft. Das Ziel ist, wenn man so will, ein Mutausbruch.

Andreas Hölzle ist als Familientherapeut bei der Diakonie beschäftigt. Seit Dezember ist er für Wörth, Wiesent, Brennberg und Pfatter zuständig, er hilft dort Eltern, die einfach nicht mehr weiterwissen, die sich mit Selbstvorwürfen und Versagensängsten geißeln.