"The Riot Guys" Serien-Sprayer nach Sprung in die Donau gefasst

Die Polizei hat die mutmaßlichen Verantwortlichen für diese Graffiti-Verunstaltungen in Regensburg nun gefasst. Foto: PI Regensburg Süd

Anfang März hat die Polizei zwei Graffitisprayer an der Nibelungenbrücke festgenommen – und dabei einen Volltreffer gelandet.

Eine zivile Streife erwischte die beiden auf frischer Tat, als sie gerade dabei waren, ein Graffiti am Brückenpfeiler der Nibelungenbrücke beim Parkplatz am Unteren Wöhrd aufzusprühen. Die beiden Männer flüchteten zunächst – trotz der kalten Witterung sprangen sie in die Donau, um den Beamten zu entkommen. Schließlich konnte sie die Polizei aber doch fassen. Es handelt sich dabei um einen 26-jährigen Regensburger und einen 22-jährigen aus dem Landkreis Regensburg.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg suchte die Polizei am Tatort mit einem sogenannten Mantrailer, einem Personensuchhund, nach Spuren und stieß dabei auf Beweise. Zudem durchsuchten die Beamten auf Anordnung des Amtsgerichts Regensburg die Wohnungen der Beiden, dabei konnte in einer Wohnung ebenfalls umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden.

Bei dem Graffiti am Brückenpfeiler handelte es sich um die Buchstabenkombination „TRG“ – der deutlichste Hinweis darauf, dass es sich bei den beiden um Serientäter handelt. Denn bei etlichen anderen Fällen von Graffiti-Verunstaltungen wurde jeweils die Buchstabenkombination „TRG“ und/oder der Schriftzug „The Riot Guys“ verwendet. Intensive Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Regensburg führten inzwischen zu circa 70 Taten, die den beiden jungen Männern zugeordnet werden.

Die Serie setzte wohl im Herbst 2017 in Stadt und Landkreis Regensburg ein. Es handelt sich um meist großflächige Graffitis, darunter die weitläufig sichtbare Schrift am Dach eines Hochhauses in Königswiesen, das im Oktober 2018 aufgebracht wurde. 16 Taten liegen im Bereich der Bahnanlagen. Hier wurde in einem Fall ein Zug „verziert“.

Der Gesamtschaden liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand im hohen fünfstelligen Eurobereich. Die beiden „Künstler“ erwarten neben den strafrechtlichen Konsequenzen auch etliche Schadensersatzforderungen. Geschädigte von Graffitis, die der obigen Beschreibung entsprechen, werden gebeten, sich unter Telefon 0941/506-2001 mit der Polizeiinspektion Regensburg Süd in Verbindung zu setzen.

 

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