Der Mensch könnte sich heute viel Arbeit ersparen, wenn er die Natur nicht über Jahrhunderte hinweg verändert hätte. Beispielsweise, indem er Bachläufe von natürlich mäandernden Biotopen in rechten Winkeln abbiegende, teils in Betonröhren eingezwängte Wasserrinnen verwandelt hat. Inzwischen hat ein Umdenken stattgefunden. So hat der Landschaftspflegeverband (LPV) an der Pfatter in Thalmassing diese Woche eine Aufstiegshilfe für Fische gebaut, damit die wieder zu ihren angestammten Laichplätzen am Oberlauf des Baches finden.

Georg Meierhofer, gelernter Gartenbautechniker, ist Bauleiter für diese Maßnahme am Bächlein Pfatter, das hier in Thalmassing, einige Kilometer nach seinem Ursprung auf etwa 372 Metern über Normalnull bei Dünzling, noch ein Gewässer dritter Ordnung ist und daher in die Zuständigkeit der Gemeinde fällt. Weiter den Bach hinab wird dieser breiter, weshalb er irgendwann in die zweite Ordnung wächst, wofür dann der Freistaat zuständig ist. Letzten Endes mündet der gut 33 Kilometer lange Bach bei Pfatter in die Donau, ein Gewässer erster Ordnung, ebenfalls im Verantwortungsbereich des Freistaates. So viel zur Hierarchie an bayerischen Fließgewässern.