Mae Gaeo bewegt sich nicht. Aus ihrem Rüssel kommt eine Mischung aus Stöhnen und Grollen. Das Kommando, ihren Kopf zu senken, um eine Touristin auf ihren Nacken steigen zu lassen, ignoriert sie. Mae Gaeo ist 62 Jahre alt, und hat in ihrem ereignisreichen Leben schon oft den Kopf hinhalten müssen. In der Jugend als Arbeitselefant, später als Reittier für Touristen. Ihre Würde hat sie dabei nicht verloren. "Mae Gaeo mault immer. Sie ist ein stolzes Tier", erklärt ihr Besitzer Roger Förster. Wer auf ihr reiten möchte, muss schon einmal etwas länger warten. Ein paar Mal noch wiederholt Roger Förster das Kommando. Dann endlich faltet der Elefant den Rüssel nach hinten und senkt den Kopf.

Mae Gaeo hat einst in Thailands Wäldern Holz transportiert und gestapelt. 1989 aber verbot die thailändische Regierung die Abholzung der verbliebenen Wälder. Mae Gaeo und tausende ihrer Artgenossen wurden arbeitslos. Mit ihnen verloren auch tausende Mahouts - so werden die Elefantenführer genannt - ihre Arbeit und viele Familien, denen die Elefanten gehörten, ihr Einkommen. Es war ausgerechnet ein Deutscher, ein Thüringer Tierpfleger, der sich des Themas annahm...

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 20. März 2018.