Erst die Corona-Flaute und nun die hohen Spritpreise: Für Taxiunternehmer sind es aktuell wirtschaftlich schwierige Zeiten. Was sie an der Zapfsäule mehr bezahlen müssen, können sie aber nicht so einfach auf den Fahrpreis umlegen, denn sie sind an Tarifverordnungen oder Vereinbarungen gebunden. Noch dazu steigen mit der Erhöhung des Mindestlohns die Personalkosten.

Bis vor kurzem noch saß Nigar Tiryaki abends im Büro ihres Moosburger Taxiunternehmens, um dort die Arbeiten als Geschäftsführerin zu erledigen. Dieser Tage nimmt sie aber immer wieder selber Platz am Steuer eines ihrer Taxis und bringt Fahrgäste von A nach B. Der Grund: Wegen der hohen Spritpreise musste sie Mitarbeiter in Kurzarbeit oder in den Urlaub schicken. "Seit einer Woche mache ich die Krankenfahrten und schaue, wie ich die Einnahmen erhöhe", sagt die Unternehmerin aus Moosburg.