Teilnahme an "Home Challenge"

So steht der Jahn zum Thema eSport


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Wenn sich am Wochenende als Alternativprogramm zum derzeit ruhenden Spielbetrieb in der Bundesliga 26 der 36 Erst- und Zweitligisten an der Playstation in FIFA messen, dann wird auch der SSV Jahn Regensburg einer der Teilnehmer sein.

"Der SSV Jahn sieht in der Home Challenge der DFL eine kreative Idee, die in der aktuellen Situation zumindest für den eSport-affinen Teil der Fußballfans einen kleinen Beitrag dazu liefern kann, den Wegfall der realen Spiele am Wochenende aufzufangen", sagt Philipp Hausner, Vorstand Marketing des SSV Jahn. "Die Aktion hat einen besonderen Charme, weil sich die überwiegende Mehrheit der 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga genau aus diesem Grund daran beteiligen."

Für den Jahn werden am Sonntag ab 17.10 Uhr die beiden Profi-Fußballer Tom Baack und Federico Palacios ins Duell mit dem Bundesligisten Union Berlin gehen. Ein unfaires Duell? Nein, denn gespielt wird im sogennanten "85er-Modus", sodass alle Teams über die gleiche Stärke verfügen. Teilnehmer für die Aktion zu finden, war für den Jahn nicht schwierig. Die beiden angefragten Spieler seien sofort bereit gewesen, mitzumachen, teilte der Club mit.

Die beiden Akteure werden voraussichtlich - getrennt voneinander - aus den Räumlichkeiten des Regensburger Fußballstadions spielen. Denn die Produktion des Streams stellt an die Clubs gewisse technische Anforderungen. Um diese stabil und gleichbleibend erfüllen und vorab testen zu können, wurde das Stadion mit seiner entsprechenden IT-Infrastruktur gewählt.

Spaß im Vordergrund

Eine Zielsetzung gibt der Jahn für den Wettbewerb nicht aus, der Spaß soll für Spieler und Fans im Vordergrund stehen. Die Spieler haben aber auch bereits angekündigt, dass sie mit einem gewissen Ehrgeiz ins Spiel gehen werden.

Im Bezug auf eSport ist der Jahn in der Vergangenheit noch nicht in Erscheinung getreten. Ob sich das in Zukunft ändern wird? Vorerst zumindest nicht. "Die Teilnahme an der Home Challenge ist tatsächlich nicht im Zusammenhang mit einem bevorstehenden Engagement des SSV Jahn im Bereich eSports zu sehen. Aus Sicht des SSV Jahn steht der für ein solches Engagement erforderliche Aufwand derzeit nach wie vor in keinem guten Verhältnis zum möglichen Ertrag", erläutert Philipp Hausner.

Gleichzeitig beobachte der SSV Jahn diese in den zurückliegenden Jahren durch das große Interesse gerade der jüngeren Fans eindeutig wachsende Branche natürlich intensiv: "Sollten sich in Zukunft etwa Konstellationen ergeben, in denen es dem SSV Jahn im Zusammenspiel mit seinen aktuellen oder auch neuen Partnern gelingt, synergetische Strategien für den Einstieg in den Markt eSports zu entwickeln, wird der SSV Jahn dies mit der gebotenen Sorgfalt für sich prüfen. Für den SSV Jahn würde hier jedoch definitiv auch nur ein Einstieg in den eFootball-Bereich in Frage kommen."