Sportlich läuft für die SpVgg Straubing aktuell in der A-Klasse alles rund, doch abseits des Rasens sind viele strukturelle Probleme zu lösen.

Matei Fomitescu befindet sich derzeit in Rumänien. Das hat zuallererst private Gründe, doch der Spielertrainer der SpVgg Straubing ist auch in sportlicher Mission unterwegs: Spieler sichten, Gespräche führen, Kicker aus seiner Heimatstadt Resita (deutsch: Reschitz) und Umgebung von einem Engagement in Niederbayern überzeugen. Denn es sind vor allem die Spieler aus dem Karpatenland, die den Straubinger A-Klassisten in den vergangenen Jahren sportlich über Wasser gehalten haben.

"Wir bekommen viele Spieler von dort, weil unser Trainer eben Rumäne ist", sagt Vorsitzender Paul Schimanski. Das Prinzip geht so: Fomitescu wirbt die Spieler an, der Klub verschafft ihnen eine Wohngelegenheit, hilft ihnen bei Behördengängen und der Suche nach Arbeit. Und bekommt dafür viele technisch starke Spieler. Sportlich hat dieses Konzept, zumindest kurzfristig, immer wieder Erfolg. Die SpVgg führt die Tabelle der A-Klasse Straubing-Bogen II zur Winterpause punktgleich mit dem ASV Steinach II an, zehn Siege, drei Unentschieden bei keiner Niederlage sind eine starke Bilanz. Doch abseits des Rasens läuft im Verein bei weitem nicht alles rund, viele strukturelle Probleme sind zu lösen.