Vor der zweiten Runde der Tarifgespräche in der Milchwirtschaft am Donnerstag hat die Gewerkschaft noch einmal Druck gemacht.

Warnstreiks sollten den Unternehmen signalisieren, dass ihr bisheriges Angebot zu mager ist. In fünf Betrieben gingen die Beschäftigten zeitweise vor die Tür, unter anderem in Bayreuth, Würzburg und Bad Aibling "Der Branche geht es gut. Die Milchwirtschaft zählt in Zeiten der Krise zu den systemrelevanten Branchen", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Mustafa Öz. Kurzarbeit sei weitgehend ein Fremdwort geblieben.

Facharbeiter in der Käseproduktion verdient in Vollzeit rund 3.100 brutto pro Monat

In den vergangenen fünf Tagen haben Mitarbeiter in 15 Betreiben quer über den Freistaat für einige Stunden die Arbeit niedergelegt. Die NGG verlangt 6 Prozent mehr Lohn für die rund 19.000 Beschäftigen in Bayern, mindestens aber 190 Euro mehr pro Monat. Die Gehälter der Lehrlinge sollen um 125 Euro steigen. Ein Facharbeiter in der Käseproduktion verdient in Vollzeit rund 3.100 brutto pro Monat.