Taktgefühl Lieblingsmusik 2019: Valentin Viehbacher über Songs, die sein Jahr geprägt haben

Valentin Viehbacher. Foto: privat

Musik begleitet uns durch alle Lebenslagen - das findet Valentin Viehbacher (23) aus Geiselhöring. In seiner Musikkolumne "Taktgefühl" stellt er deshalb zum Jahresende alle Lieder vor, die sein Jahr 2019 geprägt haben.

Das Jahr 2019 ist fast vorüber, 2020 steht vor der Tür. Erst vor Kurzem hat mir Spotify angezeigt, dass ich 2019 knapp 40 000 Minuten mit Musik verbracht habe. Das sind ganze 667 Stunden. Insgesamt habe ich also 28 Tage, fast einen Monat lang, aktiv Musik gehört. Und eins kann ich versichern: Ich habe jede Minute genossen! Deshalb möchte ich die Lieder vorstellen, die mich die vergangenen 365 Tage immer begleitet haben – egal, ob Neuerscheinung oder Klassiker.

Der Song „Wild Girl“ von der australischen Songwriterin und DJane Kito und der Südamerikanerin „Empress of” ist im Oktober erschienen. Seitdem läuft er bei mir rauf und runter. Kito ist unter anderem für ihre Remixes bekannt. Das hört man dem Song auch an. Deshalb hat das Lied die richtige Mischung aus Individualität und Chart-Fähigkeit. Es ist ein unglaublicher Ohrwurm, gehört aber zu den Liedern, die man sich zu Beginn mehrmals anhören muss, um sich darin zu verlieren.

Ein Song vom Scheitern

Bei „Oom sha la la“ von der amerikanischen Singer-Songwriterin Haley Heynderickx möchte man sofort mitsingen. Durch Haleys zarte Stimme wirkt der Song zunächst sehr luftig, wird aber zunehmend dramatisch. Der Song handelt vom Scheitern. Davon, bisher nichts Wirkliches erreicht zu haben. Deshalb singt Haley davon, wie sie einen Garten anlegt, um innerlich herunterzukommen. Ein befreiender Schrei führt den Song in den letzten Refrain, wobei sich der Titel des Songs immer wieder wiederholt.

Der Song „San Francisco” von Björn Olsson und Christina Hellström stimmt nachdenklich. Er wirkt entschleunigt und ehrlich, vermittelt viele Emotionen – von Glück bis Traurigkeit. Seit dieser Song Teil meiner Playlist ist, höre ich ihn täglich an. Umso erschrockener war ich, als ich das Lied im Halbschlaf aus Versehen von meiner Playlist gelöscht habe. Wer hätte gedacht, dass es bei Spotify rund 800 Lieder gibt, die ebenfalls „San Francisco“ heißen. In dieser Nacht hat sich ebenfalls herausgestellt, dass ich wohl nicht in der Lage bin, den schwedischen Refrain, den ich noch im Kopf hatte, so zu googeln, dass ich auf ein passendes Ergebnis komme. Nach ungefähr zwei Stunden erkannte ich dann das Albumcover des Songs zufällig wieder, machte einen Screenshot und konnte endlich schlafen.

„Trustful Hands“ vom französischen Indie-Pop-Duo „The Dø“ ist ergreifend und belebend zugleich. Besonders spannend wird es gleich zu Beginn des Songs. Das Lied startet nämlich sofort mit dem Refrain, der mit einer sehr ausdrucksvollen Synthesizer-Melodie unterlegt ist. Danach lockert der Song etwas auf. Die Botschaft des Lieds ist, dass es in Zeiten eines Gefühls-Wirr-Warrs nicht darauf ankommt, wo man landet, solange man sich geborgen fühlt. Es geht auch darum, dass jeder Mensch gute und schlechte Seiten hat und man vertrauen muss, um lieben zu können.

Die jamaikanische Sängerin Grace Jones gehört neben den Größen David Bowie, Prince und Elton John zu den größten Pop-Ikonen überhaupt. Besonders hat es mir ihr Song „Slave to the Rhythm” angetan. Obwohl dieser bereits 1985 erschienen ist, wirkt er heute immer noch aktuell. Ich verspreche dir: Nach mehrmaligem Anhören wandert dieser Song auch auf deine Playlist!

Unverkennbarer Stil

Das gilt auch für den Song „Inspirations Outro“ von Nicki Minaj. Er dauert nur 58 Sekunden. Wie der Titel verrät, bildet dieser kurze Song den Abschluss von Nickis aktuellstem Albums „Queen“. Die Rapperin listet alle Inspirationen auf, die in dieses Album geflossen sind. Diese verpackt sie natürlich in ihrem unverkennbaren Stil. Wer sich das Album anhört, merkt, dass die Melodie und der Beat des vorherigen Songs „Coco Chanel“ nahtlos in diesen übergehen. Das Outro bildet deshalb ein gelungenes Ende für dieses hervorragende Album. Und vielleicht sogar für die ein oder andere Silvesterparty.

Alle Teile der Musikkolumne "Taktgefühl" gibt es hier. Die Spotify-Playlist zu Valentins Musikkolumne Taktgefühl findest du hier.

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