Die Liste der Sündenfälle ist lang. Jahrelang hat die Brüsseler EU-Kommission Beispiele gesammelt, wie Einzelhandelsketten den Bauern das Leben schwermachen. Da werden Landwirte und kleine Erzeugergemeinschaften gezwungen, sich an den Werbemaßnahmen der Konzerne zu beteiligen. Bestellte Mengen von Produkten werden wenige Stunden vor der Lieferung gekürzt, sodass Bauern oder Fischer ihre Ware nicht anderweitig verkaufen konnten - und so weiter.

In der Kommission hat man die Nachteile für die Agrarbetriebe auf elf Milliarden Euro pro Jahr hochgerechnet. Kein Wunder, dass die Hersteller über existenzbedrohende Praktiken klagen. Was nun vorliegt, kommt tatsächlich einer Entmachtung der Konzerne gleich - das war schließlich die Absicht. Die Produzenten (also die Bauern) sollen gegenüber den Ketten gestärkt werden, um bessere Preise erzielen zu können, die ihre Kosten decken.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 13. Oktober 2018.