Jeder Suizid ist das Ende einer traurigen Geschichte. Die Geschichte von Dzmitry Liseyenka endet aber nicht mit seinem Suizid; sie setzt sich im Kampf seiner Frau fort.

Es ist die Geschichte eines weißrussischen Speznas-Elitekämpfers und Geheimdienstmitarbeiters, der sich gegen das Regime gestellt hat. Von Qualen in Gefängnissen. Von einer waghalsigen Flucht und einer gescheiterten Entführung. Vom Kampf um Asyl und dem traurigen Ende in einem Bach in Furth im Wald, Landkreis Cham.

Und es ist die Geschichte einer Frau, die dafür kämpft, dass ihr das Leid, das ihren Mann in den Tod getrieben hat, erspart bleibt. Tatsiana Liseyenka ist diese Frau. Ihre Geschichte würde sich als Stoff für einen Agenten-Thriller eignen.