Südkorea Leben mit Tempelmönchen: Auf Knien ins Nirwana

Kraft aus Meditation und Disziplin: Ein Mönch demonstriert Sunmudo. Foto: Manfred Lädtke

Ein "Kniefall-Marathon" war weder bei den Olympischen Spielen in Südkorea vor 30 Jahren Wettkampf-Disziplin noch taugt die sportliche Aktivität als Wettbewerb bei einer Winterolympiade. Als "Asiatische Kombination" mit einem Mix aus Glauben, Meditation und Fitness bietet sich diese Variante aktiven Tuns in Südkoreas Bergen jedoch das ganze Jahr über an.

Zu neuen touristischen Ufern aufbrechen, und Südkorea "spürbar" erleben, raten koreanische Tourismusmanager. Wie wörtlich dieser Vorschlag gemeint ist, merken komfortverwöhnte Mitteleuropäer aber erst beim "Erlebnisbeten" in einem Mönchskloster. Oberstes Gebot: immer lächeln.

Anschauungsunterricht bei einer vorerst noch entspannten Begegnung mit Buddha gibt es zwei Autostunden von Seoul entfernt im Seoraksa Nationalpark. Alle Pfade führen zu Buddha. Mit Kerzen und Räucherstäbchen in den Händen beten Gläubige vor einer imposanten Statue. Steile Kliffs, plätschernde Wasserfälle und zackige Felsformationen betten die erhabene Erscheinung in ein würdiges himmlisches Landschaftsensemble. Ein paar Schritte weiter stapeln sich Hunderte schwarze Ziegel. Wanderer kaufen sie für ein paar Euro, schreiben ihre Wünsche auf und steuern so einen Obolus zum Erhalt der Tempel bei: Ist die Kreide auf den Steinen verblasst, erfüllen die "Wunschzettel" als Dachziegel auf den Tempeln eine praktische, irdische Aufgabe.

Am japanischen Meer in der südwestlichen Provinz Gyeonsangbuk-do schmiegt sich in einem engen Tal der 1500 Jahre alte Kriegertempel Golgulsa...

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 20. Februar 2018.

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