Als diskriminierend und verfassungswidrig bezeichnet die Johannesbad-Gruppe die Subventionspraxis bei den niederbayerischen Heilbädern. Das teilte der private Betreiber der Johannesbad-Therme in Bad Füssing (Kreis Passau), die als größte Therme Europas gilt, am Mittwoch mit. Am Montag hatte das Unternehmen aus diesen Gründen Klage beim Verwaltungsgericht Regensburg gegen den Bezirk Niederbayern und den Freistaat Bayern eingereicht.

Der Bezirk und der Freistaat subventionieren den Betrieb der fünf bezirkseigenen Thermen in Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Gögging, Bad Birnbach und Bad Abbach seit Jahrzehnten mit Millionensummen, hieß es. Die Johannesbad-Therme als größte private Heiltherme Niederbayerns hingegen erhalte keinerlei finanzielle Unterstützung. Diese Praxis führe zu einem "rechtswidrigen Verdrängungswettbewerb gegenüber privaten Thermenbetreibern", sagt Johannesbad-Vorstandsvorsitzender Markus Zwick.