Die Freiwillige Feuerwehr Ulrichsgrün kommt nicht zur Ruhe. Seit fast einem Jahr gibt es Querelen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorsitzendem Dieter Hoffmann und weiteren Vorstandsmitgliedern. Im Wesentlichen geht es dabei um finanzielle Angelegenheiten. Bei einem Einsatz am Samstag erreichte der Streit nun eine neue Dimension. Bevor die Wehr zur Beseitigung einer Ölspur ausrücken konnte, musste Kreisbrandmeister Andreas Bierl einschreiten. Er übernahm die Einsatzleitung und schloss den Vorsitzenden vom Einsatz aus.

Diese Entscheidung stößt bei Hoffmann auf Unverständnis. Er räumt zwar ein, dass es in der Wehr kriselt, doch ein Streit sei etwas anderes als ein Einsatz: "Da muss man klar differenzieren." Das habe er getan und sei bei der Alarmierung am Samstag ausgerückt, "weil ich Zeit hatte". Außerdem nehme er den Auftrag der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr im Gegensatz zu manch anderem sehr ernst". Er sei ins Fahrzeug gestiegen, in dem schon Kommandant Thomas Graßl und sein Stellvertreter Stefan Windmaißer sowie zwei weitere Kameraden saßen. Die beiden Kommandanten hätten gesagt, dass sie nicht ausrücken, wenn Hoffmann einsteige. Er (Hoffmann) seit trotzdem eingestiegen und so hätten sie gefunkt: "Einsatzkraft behindert uns am Ausrücken" und die "Blauen" sollten geholt werden.