Straubinger Volksfest Offiziell: Gäubodenvolksfest 2022 soll stattfinden

, aktualisiert am 13.04.2022 - 10:09 Uhr
Herzensangelegenheit in Straubing: das Gäubodenvolksfest. Foto: Ulli Scharrer

Der Aufsichtsrat der Ausstellungs-GmbH, Veranstalter des Gäubodenvolksfests, hat in einer vorgezogenen Sitzung in Straubing am späten Dienstagnachmittag entschieden: Das Gäubodenvolksfest 2022 soll wie geplant vom 12. bis zum 22. August stattfinden. Eine Entscheidung, heiß ersehnt von den Straubingern und zuletzt immer stärker eingefordert von Festwirten und Brauereien.

Dem Aufsichtsrat gehören neben dem Oberbürgermeister zehn Räte des Straubinger Stadtrats an.

Die Sitzung war ursprünglich für Ende April geplant, nun aber vorgezogen worden.

Wie Oberbürgermeister Markus Pannermayr auf Anfrage unserer Straubinger Redaktion am Dienstagabend per Telefon sagte, sei die Entscheidung im Aufsichtsrat einstimmig erfolgt. Die Aufsichtssratsitzung war nicht öffentlich. Am Mittwochmorgen bestätigte die Stadt die Entscheidung auch in einer Pressemitteilung. „Die staatlichen Vorgaben erlauben nun wieder Volksfeste. Es bleiben zwar einige nicht vollständig abwägbare Risiken, aber insbesondere im Sinne der Schausteller und Festwirte freue ich mich über dieses klare Votum des Gremiums. Die Region hat lange warten müssen, dieses Fest als Teil unserer Identität wieder feiern zu können“, wird Markus Pannermayr dort zitiert. 

Das Gäubodenvolksfest 2020, geplant von 7. bis 17. August, war wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt worden. Auch aus einem Ersatz-Volksfest wurde nichts.

2021 war aus einem zur Volksfestzeit geplanten "Straubinger Sommerspaß" nichts geworden - unsere Straubinger Redaktionsleiterin kommentierte: Kein Ruhmesblatt für eine Volksfeststadt.

Rahmenkonzept: Keine Masken, keine Besuchergrenze

Am Mittwoch, 30. März, haben Wirtschafts- und Gesundheitsministerium ein bayerisches Rahmenkonzept für Volksfeste vorgelegt. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte dazu: Volksfeste seien ein fester und wichtiger Bestandteil von Tradition und Brauchtum. Gerade in Krisenzeiten sei es wichtig, möglichst viel gesellschaftliche Normalität und auch wieder Geselligkeit zu ermöglichen.

Kernpunkte des Konzeptes sind demnach: Es gibt keine Beschränkung der Besucherhöchstzahlen und keine Zugangskontrollen zum Volksfestgelände. Einschränkungen soll es nur geben, falls diese von staatlicher Seite vorgeschrieben sind. Im Festzelt gelten die allgemeinen Bestimmungen der Gastronomie.

Das Straubinger Gäubodenvolksfest

Das Gäubodenvolksfest wird als zweitgrößtes Volksfest Bayerns gehandelt. Beim bisher letzten Volksfest 2019 hatte die Ausstellungs-GmbH einen Rekord-Besuch vermeldet: 1,45 Millionen Besucher.  850.000 Mass Bier seien getrunken und 60.000 Gickerl verspeist worden.

Die Ostbayernschau 2019 haben demnach 450.000 Interessierte besucht. Auf der Schau präsentierten 790 Aussteller auf einer Fläche von mehr als acht Fußballfeldern ihre Produkte.

2020 und 2021 war das Volksfest wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt worden. Es waren die ersten Absagen seit 1947. 1912 fiel das Volksfest aus, weil der Hagen überschwemmt war, danach gab es wegen Wirtschaftsnot und Weltkrieg zehn Jahre lang kein Volksfest.

 
 
 

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