Straubinger Volksfest Das sollten Besucher bei der Lampionfahrt beachten

, aktualisiert am 18.08.2022 - 10:00 Uhr
Der Übersichtsplan der Lampionfahrt Foto: Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH

Das Wasser in der Donau ist derzeit knapper als sonst, in weiten Teilen der Region besteht Waldbrandgefahr. Trotzdem darf die Lampionfahrt und das Niederfeuerwerk am Volksfest-Donnerstag in Straubing stattfinden. Das sollten Besucher allerdings beachten.

In der Donau in Straubing misst der Pegelstandsmesser aktuell etwa 80 Zentimeter über dem Pegelnullpunkt. Zum Vergleich: Genau vor einem Jahr lag der Wert noch bei 240 Zentimetern, im April bei 300. Das zeigen die Auswertungen des Hochwassernachrichtendienstes des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Aber reicht das für die Lampionfahrt? "Die Kanuten haben nicht so viel Tiefgang", erklärt Daniel Winklmaier von der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH auf Nachfrage. Daher sei der geringere Wasserstand für die kleinen Boote, Kanus und Fackelschwimmer unproblematisch. In dem kurzen Teilstück der Donau zwischen Kanuclub und Schlossbrücke könne die Fahrt am Donnerstag stattfinden.

"Die Feuerwehr gibt das Go"

"Der August ist schon immer ein heißer Monat, daran sind wir gewöhnt", sagt Winklmaier. In diesem Jahr dauert die Dürreperiode allerdings schon länger an. Das beweisen die ausgebrannten Deiche und Wiesen am Donauufer. Dennoch werden dieselben Sicherheitsmaßnahmen getroffen, wie in den vergangenen Jahren. Laut Winklmaier überwachen Feuerwehrleute das Gelände und bewässern die Wiese. "Die Feuerwehr gibt das Go." Das sei Standard. Am Dienstag teilte die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH dann mit, dass die Feuerwehr grünes Licht für das Niederfeuerwerk gegeben hat. Die Veranstalter waren zuvor schon zuversichtlich. "Wir planen wie gewohnt", hatte Winklmaier vor Volksfestbeginn gesagt, aber hinzugefügt: "Wenn sich die Lage verschlimmert, werden wir eine Absage in Erwägung ziehen müssen." Ihre Strategie: Im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr prüfen, ob ein Feuerwerk sinnvoll ist. 

Ob das Prachtfeuerwerk am Montag den Himmel über Straubing erleuchten wird, entscheidet sich "gegen Ende der Woche", erklärt Winklmaier. Dafür gelten dieselben Sicherheitsvorkehrungen. "Durch die Höhe verteilen sich die Elemente der Feuerwerkskörper sehr stark", weiß Winklmaier. Betroffene Bereiche kontrolliere die Feuerwehr.

Pannermayr: "Wir haben das natürlich im Blick"

Den Veranstaltern war vor der letztendlichen Entscheidung bewusst gewesen, dass Feuerwerke kürzlich abgesagt worden waren. Im Landkreis Cham herrscht hohe Waldbrandgefahr, weshalb sich der dortige Volksfestverein gegen das Feuerwerk entschieden hatte.

Unter einem Beitrag auf unserer Facebook-Seite hatten einige Nutzer kommentiert, dass sie auf die Feuerwerke im Gäubodenvolksfest verzichten würden. Trotz Tradition sind viele der Meinung, dass eine Absage verantwortungsvoll wäre. Eine Leserin schlägt sogar vor, dass das Geld für die Pyrotechnik lieber für einen guten Zweck gespendet werden sollte. "Wir haben das natürlich im Blick. Allerdings haben wir noch etwas Zeit für die Entscheidung, die wir dann kommunizieren werden", hatte Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr unter dem Beitrag geschrieben.

So läuft die Lampionfahrt ab

Ab ungefähr 21.10 Uhr beginnt die Lampionfahrt auf der Donau zwischen Kanuclub und Schlossbrücke. In ungefähr eineinhalb Stunden können Zuschauer beleuchtete und mit Motiven versehene Boote bestaunen. Die Kanuten des Kanu- und Ruderclubs machen den Anfang, ihnen folgen Ruderboote und das Motorboot der Wasserwacht. Danach gleiten UC-Straubing und der Schwimmverein Straubing über die Wasseroberfläche. Die Fackelschwimmer der Wasserwacht bewegen sich als Nächstes durch die Donau, hinter ihnen das Wasserwachtboot. Schwimmendes Schlusslicht ist das THW-Mehrzweckponton mit dem Stadtturm. Im Anschluss können Volksfestgeher den Abend mit dem Niederfeuerwerk und Musik vom Donau-Nordufer ausklingen lassen.

BRK, Toiletten und Sicherheit

Zugänge zum Zuschauerbereich sind wie immer beim Kanuclub, hinter der Glaserei Kronacker, am "Adler" und an der Schlossbrücke. Die Zuschauerplätze sind wie gewohnt am Donauufer. Im Falle vieler Besucher werden einzelne Zugänge oder angrenzende Straßen komplett oder für kurze Zeit gesperrt. Wer das Spektakel von der Brücke aus beobachten möchte, sollte möglichst früh da sein.

Am Eingang nahe der Glaserei Kronacker wird das BRK im Einsatz sein. Dort ist auch die Vermisstenstelle.

Direkt daneben sowie in der Nähe des "Adlers" und am Eingang an der Schlossbrücke sind Toiletten.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden ähnliche Maßnahmen wie in den vergangenen Jahren durchgeführt, wie Daniel Winklmaier von der Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH auf Nachfrage erklärt. "Es werden wieder Polizeigitter aufgestellt, um den Menschenstrom so zu lenken, dass die Fluchtwege möglichst frei bleiben", sagt er. Es werden außerdem verstärkt Polizisten vor Ort sein. 

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