Straubinger Tiergarten Tiere kühlen sich mit Eisbomben und Rasensprengern

Noch skeptisch beäugen die Lisztäffchen die Eisbombe. Foto: Julia Englert

Die Hitzewelle macht auch den Tieren des Tiergartens zu schaffen. Deshalb haben sich Pfleger einiges ausgedacht. Während die Sonne Erdmännchen und Flamingos keine Probleme bereitet, brauchen die Alpakas Abkühlung. Die verschafft Pfleger Lukas Heinze durch Rasensprenger, die den Alpakas morgens und mittags Erfrischung bieten. Die Tiere werden zu Sommerbeginn geschoren, um sie vor Überhitzung zu bewahren.

Besonders begeistert von selbst gemachten Eisbomben aus eingefrorenem Obst zeigen sich Lisztäffchen und ein Weißwangengibbon. Pflegerin Annika Merz zeigt, wie die Eisbomben richtig befestigt werden, damit die Affen sich nicht daran verletzen.

Kängurus sabbern gegen die Hitze

Die Tiere des Zoos haben verschiedene Anpassungsmechanismen, um Hitze besser ertragen zu können. Kängurus beispielsweise benetzen ihre Unterarme mit Speichel, zur Verdunstung. Einige Vogelarten öffnen ihren Schnabel, um ihre Körperwärme an die Umgebung abzugeben. Und die meisten Tiere fressen im Sommer aufgrund des verminderten Energiebedarfs weniger. Die Gehege sind mit Becken, kühlen Rückzugsorten und Wasserzugang für alle Tierarten ausgestattet. Die ausreichende Wasserversorgung ist dem Tiergarten wichtig, schließlich ist der Verbrauch bei Temperaturen von fast 40 Grad relativ hoch. Zur Hitzewelle merkt Pfleger Thomas Zagelow an: "Die Natur kann grausam sein. Tiere sind aber robust." Der Wasserverbrauch steigt, Besucherzahlen sinken. Das sei verständlich, findet Pfleger Lukas, denn vor allem ältere Menschen haben bei Hitze oft Probleme mit dem Kreislauf.

Tiere lassen sich bei hohen Temperaturen auch nicht so oft blicken, sondern verbringen träge Sommertage lieber in ihren Gehegen oder suchen sich ein schattiges Plätzchen zum Schlafen. Bei einem Besuch in der Hauptsaison im Frühjahr sind die Tiere deutlich aktiver und kontaktfreudiger.

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