Für viele Kinder bedeutete die Zeit der Corona-Beschränkungen: Rumsitzen, rumliegen, essen, in Bildschirme schauen. Das hat Spuren hinterlassen. Damit die Kinder wieder in Bewegung kommen, hat die Schule St. Josef eine Aktion gestartet.

"Herr Lex, ich kann nicht mehr, ich bin vollkommen fertig!", jammert ein eigentlich sportlicher Schüler, kurz nachdem die Klasse mit einem leichten Aufwärmprogramm beim Sportunterricht unter Corona-Vorschriften begonnen hatte. Der Junge, der vor einiger Zeit noch ein begeisterter Nachwuchsfußballer war, hat nach dem Lockdown im Frühjahr seine Fußballschuhe an den berühmten Nagel gehängt und das mit elf Jahren. Seitdem "zockt" er mehr und hat auch gewichtsmäßig etwas zugelegt.

"Unsere Kinder brauchen dringend Bewegung und Sport, leider hat das Corona in vielen Fällen behindert", so Steffi Engl und Andrea Karbstein, die beiden Mitorganisatorinnen der Herausforderung. Eine stichprobenartig durchgeführte Umfrage an der Mittelschule ergab, dass etwa die Hälfte aller befragten Kinder angab, dass sich ihre Fitness durch Corona verschlechtert habe. Noch nie haben sich Kinder und Jugendliche so wenig bewegt wie momentan. Viele Schüler verbringen ihre Zeit jetzt weniger mit Laufen, Springen und Werfen, sondern mehr mit Sitzen, Klicken und Glotzen.