Straubinger Herbstfest Blasmusik in ihren schönsten Formen und Formationen

Bitte in "B"-Dur: Bayern, Bierzelt und Blasmusik und gibt es einen schöneren Dreiklang? Foto: Ulli Scharrer

Beim Straubinger Herbstfest wird natürlich auch zünftig aufgespielt. Und zwar zur Mittagszeit und natürlich auch Abends.

Zur Eröffnung am Freitag, 17. September, spielt ab 18 Uhr beim Bieranstich die Schlawinerblosn.

Die Schlawinerblosn aus Rain mit ihren fünf Musikern, Martin Schießl, Christian Baumann, Kurt Reißer, Michael Schießl senior und Michael Schießl junior wurde 1999 mit dem Ziel der gepflegten bayerischen Musi gegründet. Kultur- und Brauchtumspflege steht und stand im Mittelpunkt. In den darauffolgenden Jahren haben sie ihr Programm mit bekannten Melodien zum Mitsingen und zum Tanzen erweitert. Mit ihrem eigenen Schlawiner Textheft, in dem alle aktuellen Liedern gesammelt sind, begeistern sie immer wieder ihr Publikum.

Handfeste Blasmusik in kompakter Formation

Die Bayerisch-Böhmische Besetzung der Stadtkapelle spielt am Samstagmittag, 18. September, ab 11.30 Uhr. Die Bayerisch-Böhmische Besetzung der Stadtkapelle Straubing spielt handfeste Blasmusik in kompakter Formation. Zu hören sind in dieser traditionellen Besetzung nicht nur die üblichen Blechbläser mit Schlagzeug, sondern auch pfiffige Klarinetten, die mit ihren filigranen Holzpassagen für ein lebhaftes Klangbild und das nötige "Salz in der Suppe" sorgen. Das Repertoire reicht vom gefühlvollen Walzer bis hin zur flotten Polka und wird von den regional verwurzelten Musikern in bewährter Weise vorgetragen. Das Motto lautet: Bekannt und elegant.

Mit bajuwarischem Temperament unterwegs

Adi Speiseder und seine Straubinger Musikanten spielen Sonntagsmittag, 19. September, ab 11.30 Uhr. Die "Straubinger Musikanten" sind eine professionelle Blaskapelle direkt aus der Gäubodenmetropole im Herzen Niederbayerns. Die Musiker um Kapellmeister Adi Speiseder erarbeiteten sich bereits in allen einschlägigen Festivitäten im In- und Ausland einen respektablen Ruf in der Branche für gehobene Unterhaltungsmusik. Bekannt wurden sie unter anderem durch Auftritte im Hofbräuhaus und Löwenbräukeller in München, dem Straubinger Gäubodenvolksfest, dem Bayreuther Volksfest und dergleichen mehr. Im Ausland spielten sie sich mit bajuwarischem Temperament schon vor geraumer Zeit besonders in die Herzen der Spanier auf dem Oktoberfest in Zaragossa. Doch weit gefehlt, wer in den "Straubinger Musikanten" schnödes "Umtaataa" vermutet. Selbst wenn ihre Musik stark in der Bayrischen- und Böhmischen Blasmusik verankert ist, so reicht ihr breit gefächertes Repertoire von konzertanter Blasmusik und modernem Bigband-Sound über Volkstümliche Schlager bishin zum fetzigen Alpen-Rock und moderner Party-Musik.

"Unterhaltung mit Haltung" und mit Blasmusik

Die Hirschlinger Musikanten, die man in den vergangenen Wochen auch öfters am Stadtplatz hören konnte, spielen gleich zweimal am Herbstfest. Am Montag, 20. September, und am Mittwoch, 22. September, jeweils ab 19. Uhr. Die Hirschlinger Musikanten verdanken ihren Namen dem schönen Ort Hirschling im Landkreis Straubing-Bogen. Hier fanden sie sich im Jahre 2008 zur allerersten der vielen darauffolgenden Proben zusammen. Anlass dazu gab eine CD-Produktion bayerischer Stücke aus früherer Handschrift. Die sieben langjährigen Freunde aus Niederbayern und der Oberpfalz bilden die heutige Stammbesetzung der Hirschlinger Musikanten. Das Repertoire besteht überwiegend aus böhmischer Blasmusik, die einen festen Platz in den Herzen der Musikanten eingenommen hat. Im Laufe der Jahre hat sich das Programm jedoch derart erweitert, dass mittlerweile für jeden Anlass das Richtige dabei ist. Getreu dem Motto "Unterhaltung mit Haltung" soll jede Veranstaltung etwas Besonderes werden.

Immer ohne Noten, frei nach Gehör

Am Dienstag, 21. September, spielt ab 19 Uhr der Niederbayerischer Musikantenstammtisch. Volksmusik groovt. Das tut sie tatsächlich. Man muss nur die Ohren offen halten, jenseits von Stadlromantik und Traditionalistenkorsett, und schon trifft man unweigerlich den Niederbayerischen Musikantenstammtisch. Schon seit 2003 ist der - rund um eine Kernbesetzung - oft spontan zusammengesetzte Haufen junger Musikanten unterwegs. Und das nicht nur, wenngleich auch ursprünglich, im Wirtshaus. Der Stammtisch kommt überall hin. Und macht sich einen Spaß daraus, mit lebendiger und kraftstrotzender Musizierlust auch genau die Leute aufzusuchen, die mit Volksmusik vielleicht nichts am Hut hatten. Bis jetzt. Angetan haben es den Musikanten die Tänze: Landler, Schottische, Dreher und - natürlich - die schönsten Zwiefachen landauf, landab. Für die Melodie sind die Klarinetten und Trompeten zuständig. Die Begleiter spielen auf der Harmonika, Basstrompeten oder Tenorhörnern, der Bass auf Tuba oder Kontrabass. Immer ohne Noten, frei nach Gehör. Das Beste: Gesungen wird auch!

Sicher unvegetarisch, kaum schüchtern

Die G'steckenriebler, die Blaskapelle aus Wiesenfelden, schnappt sich am Donnerstag, 23. September, ab 19 Uhr die Bühne des Herbstfestes. G'steckenriebler - Die Blaskapelle: Teils noch jung, fast übermotiviert, sicher unvegetarisch, kaum schüchtern, fast alle vergeben, trotzdem kontaktfreudig, immer laut, trotzdem dynamisch, selten unlustig, bestimmt laktoseverträglich, garantiert spielfreudig, fast immer pünktlich aber vor allem immer gut gelaunt. Mit der Besetzung, bestehend aus zwei Klarinetten, zwei Trompeten, Tenorhorn und Bariton, zwei Posaunen und Tuba treten die Musikanten gerne bei allen Festivitäten auf, wo altbayerische und böhmische Blasmusik gerne gehört wird. Offen sind sie auch für Veranstaltungen, wo dies nicht erwünscht ist: "Von außen betrachtet sind wir sicherlich als Dorfkapelle zu bezeichnen und Sie können sicher sein, auch von innen. Alle anfallenden Blasmusik-Notwendigkeiten im Dorfleben, von Wohnzimmer, über Wirtshaus bis Bierzelt decken wir fast immer ab."

Alte Gassenhauer und neueste Chartbreaker

Am Freitag, 24. September, wird ab 19 Uhr die Partyband Saxndi im Herbstfest rocken. Seit 34 Jahren bereits ist Saxndi aus der einschlägigen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Der Bandname "Saxndi" ist eigentlich ein bayrischer Ausdruck des Erstaunens, der nicht nur den vielen Fans über die Lippen kommt beim Genuss eines Auftritts der Formation. Dabei lässt sich die Band musikalisch nur schwer in eine bestimmte Schublade drängen. Was äußerlich aufgrund ihres stets aktuellen Programms und ihrer spritzig-spaßigen Gaudi-Performance auf der Bühne wie eine typisch routinierte Partyband erscheint, wird nicht etwa gespielt, sondern tatsächlich gelebt. Denn trotz teils stressiger Vielzahl an Auftritten haben die Jungs nämlich nie den Spaß an der Musik verloren. Mit alten Gassenhauern und den neuesten Chartbreakers versetzt Saxndi das Publikum jeglicher Altersstufe in ausgelassene Party-Stimmung.

Blasmusik-Motto: "Eitz wirds boarisch"

Die Breitenweinzier Dorfmusikanten spielen am Samstagmittag 25.September, ab 11.30 Uhr. "Eitz wirds boarisch", das ist das Motto der "Weinzierer Dorfmusikanten". Eine junge, erfahrene Blaskapelle, die mit schwungvoller bayrisch-böhmischer Blasmusik seit Jahren in den verschiedenen Festen, wie Gäubodenvolksfest, Karpfhamer Fest, Volksfest Bogen, Frühlingsfest Aldersbach, Aldersbacher Volksfestbierprobe sowie bei vielen anderen Veranstaltungen die musikalische Umrahmung übernimmt. Auch mit bayrischen Partyhits bringen die Musikanten in jedes Event eine Top-Stimmung.

Geschichten aus dem richtigen Leben

Am Samstag, 25. September, gibt es beim Herbstfest noch ein besonderes Schmankerl mit "Hundling".

Einen Hundling, so nennt man in Bayern einen, der was angestellt hat. Also ist es eigentlich ein Schimpfwort. In den allermeisten Fällen kann man dem Hundling aber nicht böse sein. Im Gegenteil, man zollt ihm sogar Anerkennung. Ein Hundling ist also einer, der nicht ganz nach den Regeln spielt, dem man aber trotzdem irgendwie mag. Ein Hundling hat zwei Seiten, ist ambivalent und nicht geradlinig. Die Texte von Bandleader Phil Höcketstaller sind Geschichten aus dem richtigen Leben und die sind auch selten geradlinig. Es sind Geschichten aus der Vorstadt, aus München, aus Giesing, getragen von Folk, Rock'n' Roll und einem Schuss Reggae. Eine wuide Mischung. Nix Geradliniges eben. Aber am Ende immer positiv. Frei nach dem Motto "a bissl was geht immer". Das hat er gesagt, der Monaco Franze und das war auch so ein Hundling.

Oma entdeckte im Urlaub das Gesangstalent

Sonntagmittag, 26. September, spielen die Tonihof Buam ab 11.30 Uhr. Urig, zünftig, bayrisch, modern, das sind die Tonihof-Buam! Der Ursprung der "Tonihof-Buam" liegt im Jahr 1998, für die Neueröffnung des elterlichen Landgasthofes. Inspiriert von der Musikalität der Eltern, begannen die beiden Brüder schon früh zu musizieren. Michael (der ältere der beiden Brüder) lernte mit zehn Jahren das Akkordeon. Im Urlaub bei ihrer Oma, entdeckte eben diese das Gesangstalent des siebenjährigen Tobias. So ergab es sich, dass die beiden Brüder von nun an als Duo im elterlichen Landgasthof unter dem Namen "Tonihof-Buam" musizierten. Michaels Schulfreund Stefan (alias Bruno), der anfangs nur ein großer Fan volkstümlicher Musik war, kam zu dem Duo - mit einem Kontrabass. In den vergangenen Jahren haben die Tonihof-Buam ihr Repertoire um einige rockige Oldies und auch aktuelle Chart-Hits erweitert.Somit haben es die drei Waidler geschafft, ein gemischtes Publikum anzusprechen, wobei sie nach wie vor ihren Wurzeln treu geblieben sind.

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