Straubinger Gastro Umfrage: Offenheit gegenüber geänderter Volksfest-Sperrstunde

Das Volksfest findet nach zwei Jahren Pause traditionell wieder im August statt. Foto: Ulli Scharrer

Die Sperrstunde zur Zeit des Gäubodenvolksfests polarisiert. Das zeigt auch ein Stimmungsbild unter unseren Lesern. Von 122 Umfrage-Teilnehmern spricht sich die Mehrheit (62 Prozent) für einen Antrag der Jungen Union aus: Statt bis 4 Uhr sollen die Gastronomie und die Clubs in Straubing auch zur Volksfestzeit bis 5 Uhr öffnen dürfen. 34 Prozent halten das allerdings für keine gute Idee.

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Der Großteil der Kritiker verweist dabei auf die zusätzliche Belastung für Anwohner. „In der Umgebung der Clubs wohnen sicher auch Leute, die morgens wieder zur Arbeit müssen und ihren Schlaf brauchen. Grölende Besoffene vor der Haustür sind da nicht sonderlich beliebt“, schreibt etwa eine Facebook-Nutzerin. Eine andere Userin schlägt sogar vor, die Entscheidung über die Sperrstunde den Anwohnern zu überlassen. Bei längeren Öffnungszeiten sei zudem mit mehr Ärger zu rechnen, lautet die Befürchtung weiterer Skeptiker.

Befürworter des JU-Antrags merken hingegen an, dass die Bevölkerung in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt schon auf genug verzichten musste. Zudem wäre eine längere Öffnungszeit ein gutes Signal an die gebeutelten Gastronomen. „Sie zahlen Jahr und Tag ihre Gewerbesteuern und wenn dann die Touristen kommen, müssen sie eher dicht machen?“, fragt ein Facebook-Nutzer. Zu Bedenken sei zudem, dass mit einer Änderung der Sperrstunde der Heimweg für viele Gäste erleichtert werde, da die Bahn erst frühestens ab 6 Uhr fährt. "Die stehen dann ein, zwei Stunden dumm rum, weil sie auf den ersten Zug nach Hause warten müssen", kommentiert ein User.

 
 
 

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