Archäologen sind fast immer unter Zeitdruck. Ab 1978 führte die Stadtarchäologie Straubing Grabungen auf der Baustelle des heutigen St.-Elisabeth-Krankenhauses im keltischen Ursprung Straubings durch. Am Ende dieser Untersuchungen stand 1986 - noch unter Leitung von Dr. Johannes Prammer - die sensationelle Entdeckung eines römischen Hafenbeckens, das sieben Meter unter dem heutigen Niveau lag. Bis dahin waren Hafenanlagen dieses Ausmaßes an der Donau nicht erforscht worden.

Die Arbeiten am Krankenhausbau erlaubten auf dem 3000 Quadratmeter großen Hafengebiet nur noch vier Monate Grabungszeit. Rampen für die Baustellenzufahrt störten das Areal erheblich. Statt einer regulären Ausgrabung konnte nur eine Notbergung durchgeführt werden. Doch aufgrund der Lage der Hafenschichten im Grundwasser hatten sich Pollen und Makroreste erhalten, sodass man heute die damalige Vegetation in und um Straubing kennt, mitsamt den in römischer Zeit importierten Pflanzen. Dank des guten Erhaltungszustands konnten damals trotz des Zeitdrucks viele neue Erkenntnisse gewonnen werden.

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