Straubing Wenn zwei Flaschen Wein zum täglichen Pensum werden

Alkoholismus ist eine Krankheit, die nicht geheilt werden kann, sondern nur zum Stillstand gebracht werden kann: "Die Kontrolle kommt nie wieder, das kann sich jeder Alkoholiker abschminken. Wenn ich heute etwas trinken würde, macht es klick und ich wäre auf dem schlimmsten Punkt", sagt Simone K. (Name geändert). Foto: Lena Feldmeier

Eine trockene Alkoholikerin über den Stillstand der Sucht und das Leben mit Gefühlen.

"Ich bin seit 15 Jahren trockene Alkoholikerin", steht auf einem handgeschriebenen Brief an die Redaktion. Er ist von Simone K. (Name geändert). Zwei Flaschen Wein waren ihr tägliches Pensum. Mit 2,4 Promille fuhr sie Auto. Nur mit eisernem Willen hat sie die Sucht zum Stillstand gebracht. Simone K. will wachrütteln: "Die Kontrolle kommt nie wieder."

Wann haben Sie das erste Mal getrunken?

Simone K.: Den ersten Alkohol hab' ich mit drei bekommen, damit ich schlafe. Ich komme aus einer alkoholkranken Familie. Meine Eltern waren Geschäftsleute. Geld hat keine Rolle gespielt. Doch Alkohol war immer ein Thema. Mein Vater ist durch seinen hohen Alkoholkonsum früh gestorben. Er ist ein Musterbeispiel, wie versteckt Alkoholismus ist. In der Statistik taucht dies oft nicht auf, denn es steht Herzstillstand im Totenschein. Mein Bruder und meine Mutter haben noch immer keine Einsicht. Mit 16 habe ich gemerkt, dass der Alkohol mir gut tut. Wir haben oft gefeiert und ich hab' gut mitgehalten. Mit 23 ist alles gekippt. Ich bin in die Sucht gesteuert.

Wie haben Sie es gemerkt?

Simone K.: Ich hab ihn gebraucht.

Sie waren sich dessen bewusst?

Simone K.: Erst später. Ich hab durchgetrunken bis (...)

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