Straubing, Waldmünchen, Abensberg Kinderporno-Razzia: Durchsuchungen auch in Ostbayern

Polizisten gehen während einer Razzia gegen Kinderpornographie an einem Wohnhaus vorbei. Foto: Alex Talash/dpa Foto: dpa

Mehr als tausend Beamte waren am Dienstag bei einer groß angelegten Razzia gegen Kinderpornografie im Einsatz. Auch in Niederbayern und der Oberpfalz gab es deswegen Durchsuchungen. 

Bei der bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie hat die Polizei 2.900 Datenträger mit einem Speichervolumen von 40 Terabyte sichergestellt. Darunter seien auch mehr als 170 Mobiltelefone, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Köln mit. Die Polizei hatte am Dienstag mit mehr als tausend Beamten 75 Objekte in zehn Bundesländern durchsucht, darunter an 15 Orten in Bayern. Die Aktion richtete sich gegen 66 Tatverdächtige, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen.

An zahlreichen Wohnungen waren auch Spezialeinheiten im Einsatz. Acht Diensthunde spürten versteckte Datenspeicher auf. "Einige der Beschuldigten lassen sich zu den Tatvorwürfen ein", teilte die Polizei in Köln mit.

In Bayern durchsuchte die Polizei 15 Wohnanschriften, zwei davon im oberbayerischen Rosenheim. Zu jeweils einem Objekt kamen die Ermittler in Abensberg, Ansbach, Arnstorf, Fürstenfeldbruck, Immenstadt im Allgäu, Lichtenfels, Litzendorf, München, Schernfeld, Schnaitsee, Schweinfurt, Straubing und Waldmünchen.

Es war bereits der zweite bundesweite Großeinsatz der Ermittlungsgruppe "Berg" der Kölner Polizei im Fall Bergisch Gladbach. Die Verfahren ergaben sich aus den seit 15 Monaten dauernden Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Im Haus eines Mannes aus Bergisch Gladbach waren Unmengen kinderpornografischer Daten gefunden und Hunderte weitere Verdächtige ermittelt worden. Im vergangenen September wurden in zwölf Bundesländern 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten von rund 1.000 Einsatzkräften durchsucht.

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