Straubing Wahlamt für Briefwahl-Boom gewappnet

Mitarbeiter des Rathauses wappnen sich für hohe Briefwahl-Nachfrage. Foto: Monika Schneider-Stranninger

Noch 37 Tage bis zum Wahltag. Palettenweise sind sie im Wahlamt der Stadt Straubing angekommen: die Stimmzettel für die Bundestagswahl am 26. September. Ab kommender Woche werden die Benachrichtigungskarten an die aktuell 33.540 Wahlberechtigten verteilt. Ab kommendem Montag ist das Briefwahlbüro im Rathaus, Seminargasse 12, geöffnet, Anträge auf Briefwahl sind bereits möglich.

Die Wahlbenachrichtigungskarten werden ab kommender Woche in den Briefkästen landen. Sie beinhalten die nötigen Informationen zum jeweils aufzusuchenden Wahllokal mit Adresse, Hinweisen zur Barrierefreiheit und jeweiliger Nummer im Wählerverzeichnis. Bis 5. September haben Kommunen Zeit, die Karten an ihre Bürger zu verteilen. Wer wahlberechtigt ist und bis dahin noch keine Karte erhalten hat, sollte sich ans Wahlamt melden, empfiehlt Kreiswahlleiterin Melissa Leitl. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich der Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins mit Briefwahlunterlagen.

Briefwahl kann schon beantragt werden

Möglich ist die Beantragung von Briefwahl grundsätzlich bis Freitag, 24. September, 18 Uhr, im Rathaus. Antragstellen kann man schon jetzt, ganz formlos per Mail (an wahlamt@straubing.de), Post oder Fax (09421/944-60254). Wichtig ist, Name, Geburtsdatum und Adresse anzugeben, sagt Michael Klendauer. Ein Anruf reicht nicht. Oder man kommt persönlich im Briefwahlbüro des Rathauses (Seminargasse 12, Erdgeschoss, Zimmer 4) vorbei oder wartet die Wahlbenachrichtigungskarte ab. Auf der Karte ist ein QR-Code abgedruckt, der eine Antragstellung mittels Smartphone ermöglicht. Das Wahlamt verschickt dann die Unterlagen per Post.

Ab Montag sei das Bürgerserviceportal freigeschaltet für Briefwahlanträge, sagt Michael Klendauer.

Der ausgefüllte Stimmzettel muss spätestens am Sonntag, 26. September, 18 Uhr, im Briefkasten des Rathauses an der Seminargasse sein. Dann wird zum letzten Mal gelehrt.

Barrierefreies Briefwahlbüro im Parterre

Das Briefwahlbüro der Stadt ist im Rathaus, Seminargasse 12, zu finden. Es ist im Erdgeschoss und sicherheitshalber wegen der sensiblen Unterlagen eigens mit Fenstergittern versehen worden. Das Büro ist barrierefrei erreichbar und auf kürzeren Wegen als bisher, sagt Melissa Leitl. Vier Mitarbeiter sind dort parat, um Anträge zu bearbeiten, Unterlagen an Antragsteller auszureichen oder zu verschicken und bieten auch an, gleich vor Ort in einer Wahlkabine zu wählen.

Wer Wahlunterlagen für weitere Personen besorgen will, kann dies im Briefwahlbüro ebenfalls tun. Er muss allerdings eine Vollmacht vorlegen, die bereits auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte gedruckt ist. Für den Fall des Falles. Eine Person kann nur für maximal vier Wahlberechtigte Unterlagen abholen. Die Stadt schickt die Unterlagen auch zu.

Alle Prognosen weisen auf einen noch höheren Briefwahlanteil hin als bisher schon der Fall. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 betrug der Briefwähleranteil bereits 35,61 Prozent.

31 Wahllokale wird die Stadt einrichten. In der Bildungsstätte St. Wolfgang, der Grundschule St. Jakob, der Staatlichen Berufsschule II, Sandtner-Realschule, Grundschule St. Peter, Mittelschule Ulrich-Schmidl, Markmillersaal, Zweckverband Abfallwirtschaft, Ludwigsgymnasium, Grundschule St. Josef, Bruckner-Gymnasium, Kindergarten Christkönig, Grundschule St. Stephan, Kindergarten Kagers, Mittelschule Ittling, Kindergarten Sossau. Das Altenheim St. Nikola ist nicht mehr Wahllokal. In den Wahllokalen gelten die üblichen Hygieneregeln mit Abstand und Maske. Dazu kommen die Briefwahlbezirke, die zentral im Turmair-Gymnasium ausgezählt werden.

Wer sich kurzentschlossen noch als Wahlhelfer einbringen will, ist dem Wahlamt willkommen. Melden kann man sich unter 09421/944-60240.

Der Stimmzettel

21 Zentimeter breit, 64 Zentimeter lang ist der graue Stimmzettel, auf dem jeder Wähler insgesamt zwei Kreuze machen darf. Die Erststimme für einen der 13 Direktkandidaten (in der Reihenfolge, wie sie auf dem Stimmzettel genannt sind): Alois Rainer (CSU), Dennis Schötz (SPD), Corinna Miazga (AfD), Klaus Herpel (FDP), Erhard Grundl (Die Grünen), Maximilian Spielbauer (Die Linke), Helmut Muhr (Freie Wähler), Michael Hirtreiter (ÖDP), Thomas Schmid (Bayernpartei), Marco Schimpfhauser (Die Partei), Tobias Huf (die Basis), Johann Janik (Team Todenhöfer), Thomas Knott (Stimme gegen Fraktionszwang).

Die Zweitstimme gilt der Landesliste einer Partei und ist die maßgebende Stimme für die Verteilung der Sitze insgesamt auf die einzelnen Parteien. Es kandidieren 26 Parteien (in der Reihenfolge auf dem Stimmzettel): CSU, SPD, AfD, FDP, Grüne, Die Linke, Freie Wähler, ÖDP, Tierschutzpartei, BP (Bayernpartei), Die Partei, Piraten, NPD, V-Partei3 (Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer), Partei für Gesundheitsforschung, MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands), DKP (Deutsche Kommunistische Partei), die Basis (Basisdemokratische Partei Deutschlands), Bündnis C (Christen für Deutschland), III. Weg, du. (Die Urbane. Ein HipHop Partei), LKR (Liberal-Konservative Reformer), Die Humanisten, Team Todenhöfer (Die Gerechtigkeitspartei), Unabhängige (für bürgernahe Demokratie), Volt.

Info:

Das Briefwahlbüro (Rathaus, barrierefreier Eingang, Seminargasse 12, Zimmer 4, Tel. 09421/944-60299, E-Mail: wahlamt@straubing.de) ist so geöffnet: Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr, am 24. September von 8 bis 18 Uhr.

Das Wahlamt (Rathaus, barrierefreier Eingang, Seminargasse 12, Zimmer) ist für allgemeine Fragen zur Wahl zuständig und so geöffnet: Montag, Dienstag von 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Tel. 09421/944-60238 oder 944-60230, Fax: 09421/944-60254, E-Mail wahlamt@straubing.de

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