Straubing Verhärtete Fronten - Hochwasser-Diskussion

Überflüssige Monsterbauten oder überfällige Lebensretter? Vor rund 1 000 Besuchern diskutierten Markus Hörner, Sprecher der IG Flutpolder, die Landräte Tanja Schweiger und Christian Bernreiter, Landwirt Anton Pfeffer sowie die Wasserbau-Professoren Peter Rutschmann und Andreas Malcherek in der Fraunhofer-Halle in Straubing mit Moderatorin Sonja Ettengruber und Zuhörern über Flutpolder. Foto: Ulli Scharrer

Donau-Anlieger aus den Kreisen Regensburg und Deggendorf streiten bei einer Diskussion unserer Mediengruppe über Flutpolder. Oben fürchtet man Grundwasser, unten Hochwasser.

Aufgeheizte Stimmung, klar, aber gleich zu Beginn ohrenbetäubende Pfiffe, Buh- und Zwischenrufe? Die Diskussion über Flutpolder am Mittwochabend in Straubing zeigte, wie verhärtet die Fronten zwischen Ober- und Unterliegern an der Donau offenbar sind.

Oben sehen sie Flutpolder als überflüssige Monsterbauten, unten hoffen sie auf die Bauwerke als längst überfällige Lebensretter.

Der Lärm zeigt die Mehrheitsverhältnisse im Publikum: Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter (CSU) und selbst eingespielte Luftbilder von der Flutkatastrophe 2013 in Deggendorf werden ausgepfiffen. Auch Wasserbau-Professor Peter Rutschmann von der TU München, Autor einer Polder-Studie im Auftrag des Landesamts für Umweltschutz, bekommt Buhrufe ab.

Johlenden Applaus gibt's für IG-Flutpolder-Sprecher Markus Hörner, den Polder-skeptischen Wasserbau-Professor Andreas Malcherek von der Universität der Bundeswehr sowie für Tanja Schweiger, Regensburger Landrätin und Lebensgefährtin von Hubert Aiwanger (FW).

Die Flutpolder-Gegner aus dem Landkreis Regensburg waren mit vielen Bussen angereist, T-Shirt-Aufdruck "Belogen, betrogen, geflutet", Protestschilder "Stopp dem Polder-Flopp" und "Die Städte haben's künftig gut - wir ersaufen in der Polderflut".

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