Gäubodenvolksfest Söder eröffnet Gäubodenvolksfest - das sind die Geschenke

Stießen auf ein gelungenes Volksfest an: Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Ministerpräsident Markus Söder, seine Frau Karin und Landrat Josef Laumer.  Foto: pb
Stießen auf ein gelungenes Volksfest an: Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Ministerpräsident Markus Söder, seine Frau Karin und Landrat Josef Laumer. Foto: pb

Startschuss für das "Trumm vom Paradies": Ministerpräsident Markus Söder hat das Gäubodenvolksfest am Samstagvormittag offiziell eröffnet.

Für Söder war es bereits das zweite Mal: Schon 2015 hatte er das Gäubodenvolksfest eröffnet, damals noch als bayerischer Finanz- und Heimatminister. Daran erinnerte auch Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr in seiner Festansprache: "Es gibt nur ganz wenige, die das Gäubodenvolksfest zweimal eröffnen durften. Aber ich und einige andere hatten damals schon das Gefühl: Markus Söder kommt wieder. Und heute ist es soweit." In diesem Zusammenhang vergaß Pannermayr natürlich nicht, erneut auf die ungeschriebene Tradition des Gäubodenvolksfestes hinzuweisen: Von jedem Eröffnungsredner wird erwartet, dass er ein "Geschenk" für die Stadt Straubing mitbringt. So sagte er in Anlehnung an Söders damalige Rede (die dieser mit den Worten "Danke für die Komplimente. Sie waren... angemessen" begonnen hatte): "Vielen Dank, lieber Markus, für die Geschenke, die du uns damals mitgebracht hast. Sie waren... einem Minister angemessen. Aber diesmal haben wir ja einen Ministerpräsidenten zu Gast. Da darf es schon etwas mehr sein".

Besonders drei Themen lagen Pannermayr am Herzen: Die Zukunft des Karmelitenklosters, die Rolle Straubings als Zentrum für nachwachsende Rohstoffe und der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Hier würde er sich über Förderungen und Unterstützung seitens des Freistaates freuen. Für Straubinger Verhältnisse seien das ja ohnehin "sehr bescheidene Wünsche", so Pannermayr. Im Gegenzug hatte er auch ein Präsent für den Ministerpräsidenten parat: Einen schön gestalteten "Bierkoffer" mit fünf Flaschen. "Seien wir mal ehrlich: Mehr als fünf Maß darf ein Politiker heute ja eh nicht mehr annehmen. Und nach der fünften Maß werden dir unsere Wünsche sicher auch sehr bescheiden erscheinen", so Pannermayr augenzwinkernd an Markus Söder, bevor er die Bühne an Josef Laumer übergab. 

"Bei mir stimmt es"

Der Landrat lobte in seinem Grußwort vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis - auch abseits des Gäubodenvolksfestes. "Ich weiß: Jeder der 71 Landräte in Bayern sagt, dass sein Landkreis der schönste ist. Der Unterschied ist nur: Bei mir stimmt es." In diesem Zusammenhang konnte sich Laumer eine kleine Spitze gegen Söders Heimatstadt Nürnberg nicht verkneifen: "Nürnberg wirbt ja gerne mal damit, dass es das zweitgrößte Volksfest in Bayern hat. Mit Verlaub: Das stimmt nicht ganz. Das ist hier bei uns in Straubing." 

Markus Söder selbst nahm es locker: In seiner Eröffnungsrede wiederholte er, was er bereits 2015 gesagt hatte: "Das Gäubodenvolksfest ist für mich das bayerischste aller Volksfeste - mehr noch als die Wiesn." Zudem sei es ganz bestimmt das Cleverste: "Ein Volksfest zu nutzen, um durch die Geschenke der Eröffnungsreder die Stadtentwicklung voranzubringen - darauf muss man erstmal kommen", sagte Söder. "Zum Glück habe ich dem Albert (Füracker, Finanzminister in Söders Kabinett, Anm. d. Red.) nicht gesagt, dass ich heute hier bin", so der Ministerpräsident mit einem Augenzwinkern. Und die Geschenke fielen dann durchaus üppig aus: Vor allem die Ankündigung, dass der Freistaat das Karmelitenkloster erwerben und erhalten wird, sorgte für großen Jubel im Festzelt. Die Patres im Kloster sollen ein Bleiberecht erhalten, daneben soll die Kirche auch weiter für geistliches Leben geöffnet bleiben.

"Kirche und künstliche Intelligenz"

"Für mich gehen Kreuz und Computer, Kirche und künstliche Intelligenz sehr gut zusammen", so Söder, der damit auch gleich auf den zweiten Punkt von Markus Pannermayrs Wunschliste zu sprechen kam: Der Förderung als Standort für nachwachsene Rohstoffe. Geht es nach Söder, soll Straubing hier eine deutschlandweite Vorreiterrolle einnehmen. Dafür soll das Fraunhofer-Forschungszentrum mit weiteren 30 Millionen Euro und der BioCubator mit 15 Millionen Euro gefördert und ausgebaut werden. Beim Thema ÖPNV konnte Söder zwar noch keine konkreten Zusagen machen, versprach aber, die Ideen aus Straubing wohlwollend zu prüfen, sobald diese eingereicht würden. Zudem ging er auch noch auf den Straubinger Rathausbrand 2016 ein und erneuerte das Versprechen des Freisstaats, Straubing nicht alleine zu lassen. "Wir wollen das Rathaus wieder in alter Pracht erstrahlen lassen", so Söder. "Mein Motto lautet: Was wir tun können, das machen wir auch." 

Mit diesen Versprechen und unter dem lautstarken Applaus des Publikums erklärte der Ministerpräsident das Gäubodenvolksfest um 11.30 Uhr schließlich offiziell für eröffnet. 

Mehr dazu lesen Sie auch am Montag, 13. August, im Straubinger Tagblatt und auf idowa+.

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