Straubing Schon mehrere Fälle: Bettler ziehen mit Kindern von Haus zu Haus

In den vergangenen Tagen griff die Polizei mehrere Bettler auf, die von Tür zu Tür gingen und um Geld baten. Foto: Symbolbild/Arne Dedert/dpa

In Straubing sind derzeit wieder vermehrt Bettler unterwegs. Polizei und Ordnungsamt raten, ihnen kein Geld zu geben.

Bettler, die in Hornstorf und entlang der Mahkornstraße von Haus zu Haus gehen und klingeln, sind in den vergangenen Tagen der Polizei gemeldet worden. Eine Bettlerin, die von der Polizei aufgegriffen wurde, hatte sogar ihr Kind dabei. „Dadurch soll versucht werden, Emotionalität zu erzeugen“, erklärt Polizeihauptkommissar Armin Soller. Sowohl Soller als auch Carolin Ippisch vom Ordnungsamt raten, in solchen Fällen die Polizei zu rufen. Denn Betteln ist verboten und die Polizei geht davon aus, dass manche dieser Bettler Häuser und Wohnungen ausspähen.

„Betteln ist verboten“, sagt Carolin Ippisch, Abteilungsleiterin des Gewerbe- und Ordnungswesens, „egal ob auf dem Stadtplatz, auf öffentlichen Straßen oder in Grünanlagen“. Es handelt sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird. „Laut Gesetz können das bis zu 1.000 Euro sein“, sagt sie, „in der Regel werden jedoch nur die erbettelten Einnahmen einbehalten“.

Da die Bettler wie in Hornstorf und an der Mahkornstraße oftmals in Gruppen unterwegs sind, geht man im Ordnungsamt und bei der Polizei davon aus, dass es sich um organisierte Banden handelt. „Das Geld müssen die Bettler an Hintermänner abgeben.“ Wird ein Bettler erwischt und auf das Ordnungsamt gebracht, sei die Verständigung oftmals sehr schwierig. „Aber den meisten ist bewusst, dass sie das eigentlich nicht dürfen.“ Dann werden die Personalien der Bettler erfasst, die laut Carolin Ippisch zum Großteil ihre Ausweispapiere dabei haben. Zusätzlich kann das Ordnungsamt einen Platzverweis aussprechen. Was passiert, wenn ein Bettler dann wieder an diesem Ort aufgegriffen wird? „Wir können nicht viel machen, außer wieder das Geld abzunehmen.“

Carolin Ippisch rät, Bettlern kein Geld zu geben –„es kommt eh nicht bei den Bedürftigen an“. Außerdem sollten Anwohner die Polizei rufen, wenn Bettler von Tür zu Tür gehen. „Uns haben schon Leute ihr Leid geklagt, dass Bettler dann immer wieder auftauchen, teils aufdringlich werden und einen Fuß in die Tür stellen.“ Davon berichtet auch Polizeihauptkommissar Armin Soller: „Das kommt zwar relativ selten vor, aber wir hatten schon solche Fälle. Die Leute haben dann natürlich Angst.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Mittwoch, 6. April, im Straubinger Tagblatt.

 

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