Respekt! Alte Straubinger, die jeder kennt, brauchen für die Strecke über den Stadtplatz mindestens eine halbe Stunde. Extremsportler Lukas Irmler schafft das in unter zehn Minuten. Locker, lässig, allerdings mit vielen Armbewegungen spazierte er in roter Hose und gelbem Shirt die 169 Meter vom Turm der Basilika bis zum Stadtturm. Weltrekord! In Straubing! Beim Stadtturmfest!

Er hatte die Puste dazu, den Zuschauern 60 Meter weiter unten am Boden stockte der Atem aber zeitweise. Von unten sah die 3,5 Zentimter breite Slackline noch dünner aus. Der Weltrekord zählt, auch ohne Einstieg in das Wahrzeichen, dieser wäre zu steil gewesen. Daher machte sich der sympathische Spitzensportler gleich wieder auf den Rückweg und zeigte den Zuschauern dabei ein paar Kunsstücke. Absichtlich ließ er sich dabei auch von der Leine fallen, um sich nur mit den Zehen an die Slackline zu hängen und dabei ganz entspannt zu wirken.

Nur an den Zehen entspannt hängen

Er und zwei andere „Highliner“ wagen an allen drei Tagen des Stadtturmfests die Bezwingung des Wahrzeichens vom Turm der Basilika St. Jakob aus, jeweils um 19 Uhr.

Die Extremsportler bauen ihre Slacklines selber auf, das gibt Sicherheit und „das können nur die Sportler selbst machen“, erklärt der Organisator Gerhard Messmer. Neben Lukas Irmler treten Julian Mittermaier und Friedi Kühne, der den Rekord über die Donau im Slacken hält, mit als „Highliner“ an. Zusätzlich gibt es Action Shows zwischen Rathaus und Stadtturm. Dort werden Bernd Hassmann und Simon Meirandes die Gäste des Stadtturmfests in Atem halten. Und selber ausprobieren darf man das Wagnis in ungefährlicher Höhe von 30 Zentimetern in der Fraunhoferstraße. Mutige auch noch einmal 20 Zentimeter höher. Dazu gibt es einen Partybereich mit Musik.

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