Die Anlieger von Gerberviertel und Unterm Rain sind von nächtlichen Autorennen ge- und entnervt.

Das Gerberviertel. "Unser Viertel - ein Idyll. Wir lieben es", sagt Susanne Wolf. "Wir haben unsere Häuser aufwendig nach den Vorgaben des Denkmalschutzes renoviert." So idyllisch, dass sogar Stadtführungen regelmäßig Touristen hierher führen. Ein Traum. Und doch ein Alptraum - fast jede Nacht. Denn nachts entfaltet der Hagen ein aufdringliches Eigenleben: Anlieger berichten von rasanten Autorennen mit getunten PS-starken Karossen, geradezu professionell organisiert mit Aufpassern, die aus mächtigen SUVs Lichtsignale geben, sobald ein Polizeifahrzeug anrückt. Laut sei es, hochtourig, aggressiv. Es gebe Hupkonzerte und aufheulende Motoren, krachende Fehlzündungen dutzendweise. Sie berichten auch vom seltsamen nächtlichen Umschlag von Zigaretten im großen Stil. Von waghalsigen Schleuderpartien bei Pulverschnee von manchmal 15 bis 20 Autos gleichzeitig. "Wenn der Hagen komplett voller Autos ist, beim Flohmarkt oder bei Eishockeyspielen, kein Problem", sagt Susanne Wolf. "Aber wenn der Hagen leer ist, dann ist es hier nicht auszuhalten", so ihre auf den ersten Blick frappierende Klage. Sie bringt sie vor in der Redaktion, begleitet von fünf weiteren Anwohnern aus dem Gerberviertel und Unterm Rain. Alle sehr sachlich, sehr vernünftig und sehr frustriert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 23. Juni 2018.