Straubing Dürresommer - Erträge deutlich unter Durchschnitt

Die Farbe stimmt nicht, die Größe auch nicht: Franz Schreyer kann gesunden Weizen fühlen. Foto: kli

Die extreme Wettersituation der vergangenen Monate macht den Landwirten zu schaffen. Landwirtschaftsmeister Franz Schreyer baut auf seinem Hof in Straubing Weizen, Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais an. Wir haben nachgefragt, was die Trockenheit für seinen Betrieb bedeutet.

Wegen der langanhaltenden Trockenheit werden heuer nur unterdurchschnittliche Ernteerträge erwartet. Die Befürchtungen, die der Bayerische Bauernverband Anfang Juli auf seiner Erntefahrt formuliert hatte, können viele Landwirte aus der Region bestätigen: Im Zeitraum von Ostern bis vor einigen Wochen gab es in der Region nur wenig Niederschlag - Landwirt Franz Schreyer spricht von nur zwei bis drei Millimetern Regen, wenn es überhaupt regnete. Die Vegetationsphase der Pflanzen läuft deswegen schneller ab. Die Pflanze erkenne sofort, dass sie schneller reifen muss, um früher geerntet werden zu können, erklärt er im Gespräch mit idowa. Dieser Schutzmechanismus rettet die Pflanzen vor dem Aussterben.

Die Konsequenz bei heißen Sommern: 2017 hatte Schreyer bereits 10 bis 15 Prozent Ernteeinbußen, heuer rechnet er mit Erträgen, die 25 Prozent unter dem Betriebsdurchschnitt liegen. Niederbayerns Felder sind allerdings unterschiedlich betroffen. Während Schreyer noch vergleichsweise gut wegkommt, wird aus einigen Gegenden Niederbayerns von bis zu 90 Prozent Einbußen berichtet.

Der Landwirt aus Straubing erntet nun vier Wochen früher als geplant seine Getreidefelder ab, um die Bestände zu sichern. Bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln sei aber noch alles möglich. Unter den richtigen Bedingungen können die Ernte hier noch passabel ausfallen. „Das Beste wäre ein schön gleichmäßiger Landregen",  sagt der Landwirt. Schockierend sei die Tatsache, dass auf das vergleichsweise schlechte Erntejahr 2017 ein noch schlechteres Jahr folge. Allzu schwarz sieht Franz Schreyer die Situation aber dennoch nicht: „Als Landwirt lebt man von der Hoffnung. Es hat schon immer Wetterschwankungen gegeben – und es wird sie auch in Zukunft geben.“

 

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