Straubing Knackt NawaRo nach Dresden auch Meister Schwerin?

Im Hinspiel verlor NawaRo Straubing, hier Celin Stöhr (links) und Lisa Izquierdo im Block, in eigener Halle 0:3 gegen Schwerin. Foto: fotostyle-schindler.de

Nach dem Überraschungscoup in Dresden wartet auf NawaRo Straubing am Samstag die nächste Hammer-Aufgabe: Die Niederbayerinnen sind zu Gast bei Meister Schwerin.

Es war circa 4 Uhr morgens, als die Mannschaft von NawaRo Straubing am Donnerstag nach Straubing zurückkehrte. Im Gepäck hatte sie zwei Punkte, die sie auf der Hinreise nicht eingeplant hatte. Doch das junge Straubinger Team holte beim Top-Team Dresdner SC einen sensationellen 3:2-Erfolg.

„Eine ganz besondere Geschichte“, findet Trainer Benedikt Frank auch noch mit zwei Tagen Abstand. Im Bus habe man sich zusammengesetzt, und einfach den Moment genossen. „Man muss sich nur mal überlegen, welche Mannschaft Dresden hat und was der Verein in den vergangenen Jahren erreicht hat. Champions-League-Teilnahmen, Pokalsieger, Deutscher Meister. Dazu locken Sie an einem Mittwochabend gegen einen Aufsteiger 2.200 Leute in die Halle. Wir treten fast mit einer verbesserten Zweitliga-Mannschaft an – und gewinnen. Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.“

Bachelor vor Volleyball

Natürlich hat auch Dresden durch eine schwache Leistung seinen Teil zum NawaRo-Sieg beigetragen. Das Portal „tag24.de“ schreibt, einige Dresdner Mädels hätten sich vor der Partie mehr auf das gemeinsame Schauen der RTL-Sendung „Der Bachelor“ fokussiert als auf Straubing. Und DSC-Kapitän Katharina Schwabe meinte: „Es stimmt in der Mannschaft etwas nicht.“ Doch NawaRo-Trainer Frank betont: „Trotzdem musst du dieses Spiel erst gewinnen. Das ist, wie wenn im Fußball Fortuna Düsseldorf in der Allianz Arena bei Bayern München gewinnt.“

Lesen Sie hier: Bene Frank: "Wenn's jetzt nicht kracht, wann dann?"

Den Überraschungssieg wollen Frank und sein Team nun nutzen. „An unserer Ausgangslage hat sich nichts verändert. Wir sind in der Tabelle weiterhin Zehnter und wir nehmen immer noch die Underdog-Rolle ein“, sagt der Coach. „Aber wir haben gesehen, dass wir uns auch gegen eine solche Mannschaft Chancen erarbeiten und sie nutzen können. Daraus ziehen wir Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“

Der Meister wartet

Stichwort nächste Aufgabe: Schon am Freitagvormittag machte sich die Mannschaft auf den Weg zum nächsten Spiel. Es geht zu keinem geringeren als dem amtierenden Meister nach Schwerin. Frank schätzt das als noch härtere Aufgabe als Dresden ein. Zumal die Spielerinnen einige Stunden Busfahrt in den Beinen haben werden und die eine oder andere Akteurin angeschlagen ist.

Schwerin hat in dieser Saison bis auf ein Spiel alles gewonnen. Auch im ersten Saisonspiel in Straubing setzte sich das Team von Bundestrainer Felix Koslowski mit 3:0 durch. Damals war NawaRo im ersten Satz allerdings ganz kurz davor, den Favoriten zu ärgern (24:26). „Aber sie sind jetzt noch eingespielter und zu Hause mehr unter Zugzwang. Das wird ein heißer Tanz für uns, da dagegenzuhalten“, vermutet Frank. Es gelte das gleiche Motto wie vor dem Dresden Spiel: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen.“ Und wie man Favoriten ärgert, das weiß NawaRo schließlich seit Mittwoch ganz genau.

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