Straubing Großparkplatz Am Hagen komplett gesperrt – Was nun?

In der Gäubodenvolksfestzeit ist der Großparkplatz Am Hagen für Autofahrer gesperrt (Archiv). Foto: Susanne Raith

Für elf Tage Spaß auf dem Gäubodenvolksfest müssen Pendler, Einkäufer und Reisende jedes Jahr knapp zwei Monate auf den Großparkplatz Am Hagen verzichten. Heuer begann das Leid am Montag, 9. Juli.

Während der Gäubodenvolksfest-Zeit fallen bis zu 2.000 Parkplätze weg. Sorgen machen muss sich laut Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH niemand. Wie schon im vergangenen Jahr können Besucher ihre Fahrzeuge kostenlos auf dem rund 25.000 Quadratmeter großen Parkplatz Westtangente in bis zu 1.100 gekennzeichnet, nummerierten Buchten abstellen. Der Platz ist von der Innenstadt etwa 20 Gehminuten entfernt. Eine Ampelanlage soll die Überquerung der Westtangente erleichtern. Wem der Fußmarsch zu lange dauert oder zu viel ist, kann sich von einem Pendelbus in die Innenstadt bringen lassen. Der Bus fährt im 20-Minuten-Takt von Montag bis Freitag zwischen 7.15 und 19.20 Uhr und am Samstag von 8.15 bis 16.15 Uhr. Ein überdachtes Wartehäuschen, eine Beleuchtung, eine Betreuung und Dixi-Toiletten sind vorhanden. Erreichbar ist der Parkplatz über die Kreuzung Westtangente – Meginhardstraße - Ätzfeldstraße nahe der Joseph-von-Fraunhofer-Halle.

Allerdings: Während der zehn Volksfesttage ist der Parkplatz an der Westtangente nicht kostenlos - in der Volksfest-Zeit werden auch dort die mittlerweile üblichen fünf Euro Parkgebühr fällig. Der Unmut über diesen Schotter-Rasen-Parkplatz war vorheriges Jahr groß. Die Verspätungen des Pendelbusses waren teils nervenaufreibend. Nach einigen schwierigen Wochen lief der Pendelverkehr dann reibungslos.

Der gebührenfreie Parkplatz am Otto-von-Dandl-Ring fällt weg, weil das ehemalige Real-Gebäude abgerissen und anschließend ein Kaufland errichtet wird. Auch der Parkplatz auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Mayr ist wie schon im vergangenen Jahr nicht verfügbar. Den hat die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH nicht mehr angemietet.

Alternativen – von kostenlos bis kostenpflichtig

Wer den offiziell vorgesehenen Parkplatz Westtangente nicht nutzen möchte, für den beginnt die leidige Suche. Hauptsächlich für diejenigen, die kein Geld ausgeben möchten. Für kostenlose Parkplätze in den Seitenstraßen müssen Parker viel Zeit investieren. Während der elf Festtage verschärft sich ihre Situation, weil die Stadt in einigen Straßen „Parkverbot“-Schilder aufstellt.

Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten bieten

  • die Tiefgarage am Theresiencenter (513 Stellplätze, eine Stunde kostenlos, jede weitere Stunde 1,20 Euro, Tagesmaximum 6 Euro),
  • die Tiefgarage am Theresientor (114 Stellplätze),
  • das Parkhaus Am Wasserturm, ehemals Parkhaus Ost (273 Stellplätze, 30 Minuten kostenlos, eine Stunde 1,50 Euro, jede weitere Stunde 1,00 Euro, Tagesmaximum 7,00 Euro),
  • das Parkhaus Paul-Theater (72 Stellplätze, 0,80 Euro pro Stunde - Öffnungszeiten: 5.30 bis 0.30 Uhr),
  • die Tiefgarage am Kompetenzzentrum an der Petersgasse (96 Stellplätze, acht Stunden 1,50 Euro, jede weiteren acht Stunden 1,50 Euro),
  • der Steiner-Thor-Parkplatz (63 Stellplätze), sowie
  • der Wimmer-Parkplatz (50 Stellplätze).

Noch nicht endgültig geklärt ist, wie viele Parkplätze während der Volksfestzeit in der Tiefgarage des Modehauses Wöhrl zur Verfügung stehen werden. Wie die Verantwortlichen auf idowa-Nachfrage erklärten, werden dort derzeit die Markierungen in den Parkbuchten neu gezogen – um diese fit für die breiter gewordenen Autos zu machen. Die Anzahl der Stellplätze werde dadurch wohl auf knapp 30 sinken. Was bereits fest steht, sind die Parkpreise: Zwei Euro pro Stunde auch während der Volksfest-Zeit. Besucher, die bei Wöhrl einkaufen, dürfen für einen Euro pro Stunde parken, heißt es vom Modehaus.

Wer durchgehend kostenlos parken möchte, muss viel Zeit investieren oder fährt am besten mit dem Fahrrad, Roller oder Motorrad. Die Zweiradfahrer finden unmittelbar am Festplatz kostenlose Abstellplätze. Auch Autofahrer können mit etwas Glück den Geldbeutel geschlossen halten. Zum Beispiel ist ab der Ferienzeit der Parkplatz an der Berufsschule II leer. Einziges Manko: Der Platz ist meist schon ab 8 Uhr morgens belegt. Aufatmen können die Parker ab Montag, 3. September. An dem Tag sind die Abbauarbeiten beendet und sie dürfen auf der Fläche Am Hagen wieder ihre Fahrzeuge abstellen.

Parkleitsystem soll Suche erleichtern

Auch rüstet die Stadt elektronisch auf. Damit die Parkplatzsuche nicht mehr zu einer niemals endenden Geschichte wird, soll in den nächsten Tagen ein rund 850.000 Euro teures Parkleitsystem in Betrieb gehen. Auf Übersichtswegweisern und Tafeln mit elektronischen Anzeigen an rund 50 Stellen im Stadtgebiet bekommen dann Suchende einen Überblick über freie Parkbuchten.  Für Smartphone-Besitzer soll es eine App geben, die in Echtzeit über die Parkplatzlage informieren wird.

Max Riedl von der Staubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH erklärte bei einer Pressekonferenz, warum das Parkleitsystem erst jetzt - wenn es bereits Sperrungen gibt - in Betrieb genommen werden wird. "Es wurden noch Ersatzteile benötigt, die aber schon in den nächsten Tagen eingebaut werden sollen. Außerdem müssen noch Bänder mit reflektierenden Prismen angebracht werden."

Darüber hinaus hätten private Parkhausbetreiber später als benötigt notwendige bauliche Veränderungen vorgenommen. Dies habe dazu geführt, dass die Datenübertragung lange nicht funktionierte. Desweiteren habe eine Telekommunikationsfirma bereits eine Leitung zum Datenaustausch abgeschaltet, bevor eine neue Leitung in Betrieb genommen werden konnte, ergänzt Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Gründe für die späte Inbetriebnahme des Parkleitsystems. Termin für die Verlegung der neuen Leitung ist der 19. Juli - vorher kann das Parkleitsystem nicht in Betrieb gehen.

Lesen Sie dazu auch: Start des Parkleitsystems noch unklar - Hagen ab Montag gesperrt - Ausweichparkplatz an der Westtangente.

Wer sich gemütlich zurücklehnen möchte und auch ohne schlechtes Gewissen eine Maß trinken will, dem empfehlen die Stadtwerke Straubing ohnehin, das Gäubodenvolksfest‐Ticket für den Stadtbusverkehr zu nutzen. Es kann ab sofort in allen Bussen und Vorverkaufsstellen erworben werden.

Als Vorverkaufsstellen stehen das Verkehrsbüro der Stadtwerke, das DB‐Reisezentrum, die OMV‐Tankstelle am Stadtgraben, das Amt für Tourismus und der Anzeigenservice des Straubinger Tagblatts am Ludwigsplatz zur Verfügung.

Zum Preis von 23 Euro erhält man eine Zeitfahrkarte für die gesamte Volkfestzeit, 10. bis einschließlich 20. August, und zusätzlich einen Gutschein für eine Maß Bier oder einen Liter alkoholfreies Getränk, der in allen Bierzelten gilt.

Das Volksfestticket gilt nicht nur für die Volksfestbuslinien, Fahrgäste können in dieser Zeit alle Linien des Stadtbusverkehrs rund um die Betriebszeiten uneingeschränkt nutzen. Auch in diesem Jahr gibt es für 43,50 Euro das Gäubodenvolksfest‐Ticket PLUS, das bis zum Ende der Sommerferien, 10. September, gilt. Auch hier ist ein „Biermarkerl“ im Preis enthalten.

Den kostenlosen Sonderfahrplan für die Volksfestbusse gibt es ab 23. Juli in gedruckter Form, er steht aber bereits jetzt unter www.stadtwerke-straubing.de zum Download zur Verfügung.

 
 

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