Straubing Feuerwerk zur Hochzeit unter dem Jahr - Meinung der Anwohner geteilt

Wenn begründete Anlässe vorliegen, darf in Straubing auch außerhalb der Silvesterzeit ein Feuerwerk abgebrannt werden (Symbolbild). Foto: imago images / Panthermedia

Alljährlich geht es spätestens an Silvester los: Böller explodieren und Raketen fliegen in die Luft. In Straubing knallte es bereits am vergangenen Samstag – zur Freude eines Hochzeitspaares, zum Ärgernis einiger Anwohner.

Samstag, 21.30 Uhr: Menschen sind in der Stadt unterwegs. Plötzlich knallt es rund fünf Minuten lang im Sekundentakt. Es dauert nicht lange, bis jemand in einer Straubinger Facebook-Gruppe ein Video von einem Feuerwerk postet. Viele Nutzer kommentieren und fragen sich, ob das Abbrennen von Feuerwerkskörpern während des Jahres erlaubt ist.

Grundsätzlich darf gemäß Sprengstoffgesetz ein Feuerwerk nur in der Zeit vom 31. Dezember, 18 Uhr, bis zum 1. Januar, 7 Uhr, abgebrannt werden. Doch es gibt eine Ausnahmeregelung, wie sie am Samstag in Straubing in Kraft trat. Ein gewerblicher Pyrotechniker hat auf einer Hochzeitsfeier ein Feuerwerk abgebrannt. „Das Gewerbeaufsichtsamt in Landshut wusste rechtzeitig Bescheid. Nachdem sie uns in Kenntnis gesetzt hat, haben wir die Anfrage überprüft und mit der Polizei und Straßenverkehrsbehörde Rücksprache gehalten. Nachdem alle Anforderungen erfüllt waren, haben wir das Feuerwerk genehmigt“, bestätigt Armin Kräh vom Straubinger Ordnungsamt auf idowa-Nachfrage. Je nach Aufwand kostet die Genehmigung zwischen 40 und 300 Euro.

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Für die Überprüfung hat die Stadt Straubing am 5. November 2012 in einer Sitzung einen Katalog aufgestellt, in dem definiert ist, wann das Ordnungsamt ein Feuerwerk genehmigen darf. Auch sind Gründe gegen das Abbrennen verzeichnet: „Zum Beispiel achten wir auf den Brandschutz und den Naturschutz. Am Samstag musste der Pyrotechniker seinen Standort verlegen, weil er nicht geeignet war“, informiert Kräh. Es ist auch seit 2016 untersagt, in der historischen Innenstadt Feuerwerke abbrennen zu lassen. Wer es trotzdem macht, muss mit Geldbußen von bis zu 5.000 Euro rechnen.

„Insofern begründete Anlässe vorliegen, dürfen auch Privatpersonen außerhalb der Silvesterzeit ein Feuerwerk abbrennen“, heißt es vom Ordnungsamt. An einem Wochenende könnte es daher mehrere Feuerwerke geben, zum Leidwesen einiger Anwohner. Am Samstag beschwerten sich vor allem Tierbesitzer, weil ohne Ankündigung die Knallerei losging. Eine Nutzerin schrieb unter das Video: „Für die Tiere ist dieser Krach so ein Stress. Meine Katzen sind so erschrocken. Das muss nicht sein.“ Ein anderer kommentiert: „Kinder und ältere Menschen könnten im Schlaf gestört werden. Die Freiheit geht meiner Meinung nach soweit, solange es keinen stört.“

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