Straubing Donau gesperrt- Kapitän will's nicht glauben

Die Straubinger Schleuse am Donnerstagnachmittag: wegen des hohen Donaupegels war die Donau zwischen Straubing und Vilshofen seit Donnerstagmorgen für Schiffe gesperrt. Foto: Stefan Karl

Noch immer geht nichts vor und nichts zurück auf der Donau in Niederbayern - gesperrt wegen Hochwasser ist weiterhin die Ansage der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Regensburg. Ein Kapitän wollte trotzdem weiterfahren.

Zahlreiche Schiffe haben mittlerweile vor Anker gehen müssen und warten auf Liegeplätzen vor Straubing beziehungsweise hinter Vilshofen auf niedrigere Pegel.

Der Donaupegel bei Pfelling, der für die Schiffbarkeit der Straubinger Schleuse und des Hafens ausschlaggebend ist, lag am Freitagmorgen laut Messungen der WSV bei 643 Zentimetern - gut 20 Zentimeter zu hoch. Laut derzeitigen Prognosen kann wohl erst im Laufe des Wochenendes der Schiffsverkehr auf der Donau zwischen Straubing und Vilshofen wieder aufgenommen werden.

Trotzdem probiert hat's am Donnerstagvormittag laut Angaben der VPI Deggendorf der Kapitän eines Frachters unter deutscher Flagge. Am Donnerstagvormittag informierte der Hafenmeister des Donauhafens Sand bei Straubing die Deggendorfer Wasserschutzpolizei, dass gerade ein Güterschiff in Richtung Regensburg ausgelaufen wäre. Das unter deutscher Flagge laufende, beladene Schiff wurde daraufhin von der Wasserschutzpolizei per Funk aufgefordert, die Weiterfahrt zu stoppen. Nach Rücksprache mit dem Wasserschifffahrtsamt in Regensburg wurde dem Schiff ein Ankerplatz unterhalb der Schleuse Straubing zugewiesen.

Da sich der Kapitän nicht an die Schifffahrts-Sperre gehalten hat, muss er nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

 

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