Straubing/Deggendorf/Viechtach Schneefälle: Winterdienste am Limit

Winterdienste kommen kaum nach: Autofahrt am 18. Januar von Straubing nach Sankt Englmar. Foto: ms

Die starken Schneefälle in der Nacht auf Donnerstag haben die Winterdienste in Niederbayern offenbar an die Belastungsgrenze gebracht. Seit den frühen Morgenstunden sind die Räumdienste pausenlos im Einsatz.

Weil aber ständig neuer Schnee fällt, müssen sich in über 450 Metern Höhe die Autofahrer auf teils schneebedeckte Straßen einstellen. "Gerade im Bereich Sankt Englmar und Kalteck ist es kaum möglich, die Straßen dauerhaft schneefrei zu halten", sagte Rainer Eckl, der Einsatzleiter des Winterdienstes der Straßenmeisterei Viechtach im Gespräch mit idowa. Derzeit habe man jedes verfügbare Stück Ausrüstung im Einsatz. Die Straße zwischen Sankt Englmar und Viechtach war noch in den Mittagstunden des Donnerstags tief verschneit. Das Polizeipräsidium Niederbayern verhängte eine Schneekettenpflicht für LKW und gab die Empfehlung, auch Autofahrer, die auf den Bergstrecken unterwegs sind, sollten nach Möglichkeit Schneeketten aufziehen.

Sorgen macht den Verantworlichen der Straßenmeistereien außerdem das Sturmtief Friederike, das im Lauf des Donnerstagnachmittags durch die Region ziehen soll. "Dann werden natürlich auch Schneeverwehungen ein Thema", sagt Eckl. Sturmböen über 100 Stundenkilometer könnten unvermittelt große Mengen Schnee auf die Straße tragen.

Wie uns der Kreisbauhof in Deggendorf bestätigte waren im Raum Deggendorf in über 450 Metern Höhe die Straßen bis in die Mittagsstunden teils schneebedeckt. Auch hier ist der Winterdienst seit den frühen Morgenstunden pausenlos im Einsatz. Das ganz große Schneechaos sei allerdings ausgeblieben, wie uns Bauhofleiter Christian Heigl auf Anfrage sagte. Dennoch kommen die Räumdienste kaum hinterher: mehrere Straßen seien zeitweise schneebedeckt. Die zuständigen Behörden mahnen zu Vorsicht und gemäßigtem Tempo.

Mit verschneiten Straßen mussten die Autofahrer zuweilen auch in den höheren Lagen des Landkreises Straubing-Bogen rechnen. "Einen besonderen Schwerpunkt gab es im Bereich Ascha, Falkenfels, Saulburg, wo zeitweise besonders viel Schnee heruntergekommen war", sagte Pressesprecher Tobias Welck am frühen Donnerstagnachmittag, "mittlerweile ist die Lage aber im Griff."

Mit den Auswirkungen von Sturmtief Friederike in der Region könnte es das aber noch nicht gewesen sein: den Schwerpunkt der witterungsbedingten Einsätze erwartet die Integrierte Leitstelle Straubing für den Donnerstagnachmittag: "Bei den angekündigten Windstärken kann es heute vor allem in den höheren Lagen geknickte oder umgestürzte Bäume geben. Wir halten uns auf jeden Fall für ein größeres Einsatzgeschehen bereit" - erklärte Karl Maurus, der stellvertretende Leiter der integrierten Leitstelle gegenüber idowa.

 
 

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