München heißt in Niederbayern "Minga" (in München aber nicht) und man fährt von Straubing aus "affi", während man nach Passau "obe" fährt. "Ha?" heißt so viel wie "wie bitte?" und ist keineswegs unhöflich. Und "Griaß Gott" geht in Bayern selbst Atheisten problemlos über die Lippen. Mit solchen und noch viel mehr alltagstauglichen Gebrauchsanleitungen sind sechs Wahl-Straubinger am Samstagnachmittag vom Volkshochschul-Kurs "Bayerisch für Zuagroaste" nach Hause gegangen.

Thomas Mayer, als Musikkabarettist überregional bekannt als "der Vogelmayer", hatte damit Premiere und wird nach diesem Debüt den Kurs (Untertitel: Ein humorvoller Einblick in Sprache, Kultur und Mentalität der Bayern) an einer ganzen Reihe weiterer Volkshochschulen quer durch Bayern anbieten. Nach drei kurzweiligen Stunden halten ein Sachse, zwei Pfälzer, ein Schwabe, eine Rheinländerin und ein Sachsen-Anhaltiner eine "Integrations-Urkunde" über die erfolgreiche Teilnahme in Händen. Sie genießen stilecht Weißwurst mit süßem Senf, Brezen und Weißbier und verabschieden sich, mit der "buddhistisch angehauchten Weisheit Schau ma moi, dann seng mas scho" gewappnet, mit "Pfia Gott" und "Servus".

Den vollständigen Artikel lesen Sie als Abonnent kostenlos auf idowa.plus oder in Ihrer Tageszeitung vom 11. Februar 2019.