Maximilian Schmidt ist seit vergangenem Jahr Küchenchef im Roten Hahn in Regensburg. In dieser kurzen Zeit hat er gleich mal einen Michelin-Stern abgeräumt. Das macht ihn zum jüngsten Sternekoch Bayerns.

Mittagszeit. In der Küche des Roten Hahns in Regensburg ist es noch entspannt. Die Vorbereitungen für den Abend laufen. Es ist warm, Dampf strömt aus den vielen Töpfen und Pfannen, ein Radio schmettert "Celebration" von "Kool & the Gang" durch den Raum. Maximilian Schmidt wird auch heute wieder um die 15 Stunden hier verbringen.

Eigentlich wollte Maximilian kein Koch werden. Ihn haben die Arbeitszeiten gestört. Als Jugendlicher wollte er nachts raus und nicht bis Mitternacht in der Küche stehen. Auch dass der Rote Hahn ein Familien-Unternehmen ist, bereitet ihm lang Kopfzerbrechen. Wie stark wird er seine eigenen Vorstellungen einbringen können? "Ich wollte nicht nur vor mich hinkochen", sagt er. "Natürlich ist ein Schweinebraten lecker. Aber bei mir muss eine gewisse Finesse dabei sein." Und werden die Gäste eine andere Küche auch akzeptieren?

Maximilian hat in St. Moritz und Stockholm gearbeitet

Die Grundmauern des Roten Hahns mitten in Regensburgs Altstadt sind römisch und somit fast 2.000 Jahre alt. Maximilians Großeltern eröffnen darin 1950 das Lokal. Sie sind mittlerweile verstorben. Erst vor zwei Jahren, als Maximilian 25 Jahre alt ist, entschließt er sich dazu, einzusteigen. Eigentlich hätte er 2020 noch in Stockholm gearbeitet. Der Lockdown verhindert das. So fängt er früher als geplant im Roten Hahn an.