Statistik Eigentümer von Wohnraum in Bayern beim Zensus befragt

Der Zensus startet am 15. Mai. Foto: Daniel Karmann/dpa

Wer eine Wohnung oder ein Wohnhaus in Bayern besitzt, bekommt kommende Woche Post. Von Montag an werden die Zugangsdaten zum Online-Fragebogen verschickt, die Eigentümer im Rahmen des Zensus 2022 beantworten müssen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte. Im Freistaat betrifft das demnach rund 3,5 Millionen Menschen.

Beim Zensus wird ab Montag, 16. Mai, eine zufällig ausgewählte Stichprobe von Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland etwa zu Alter, Familienstand, teils auch zu Schulabschluss und Beruf befragt. Im Freistaat betrifft das rund 550.l000 Anschriften, an denen geschätzt rund 2,3 Millionen Menschen leben.

Teil des Zensus ist darüber hinaus die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ). Hier wird keine Stichprobe genommen, sondern sämtliche Eigentümer, Verwaltungen und sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden und Wohnungen mit Wohnraum befragt. Sie müssen bei Häusern etwa Angaben zu Art des Gebäudes, Anzahl der Wohnungen, Baujahr, Heizungsart oder Energieträger machen.

Bei Wohnungen werden sie zum Beispiel danach gefragt, ob sie selbst darin wohnen oder sie vermieten, wie viele Personen dort wohnen oder wie hoch die Miete ist. Wie bei den Bürgerbefragungen herrscht Auskunftspflicht. Die Befragung kann laut dem Statistikamt online durchgeführt werden und soll nicht länger als zehn Minuten dauern.

Ein flächendeckendes Register über den Wohnungsbestand in Deutschland gibt es laut dem Amt nicht. Die Erhebung sei daher wichtig für die Planung von Wohnraum - die Ergebnisse könnten für Infrastrukturmaßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen verwendet werden.

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