Starker Wind erschwert Löscharbeiten Brand zerstört Dachstuhl von Wohnhaus in Irnkofen

Knapp 150 Einsatzkräfte von elf Feuerwehren bekämpften das Feuer. Sie hatten nicht nur mit den Flammen zu kämpfen, sondern auch mit der schwierieger Witterung. Foto: Erich Ertl

Niemand wusste zum Zeitpunkt der ersten Alarmierung am Donnerstagabend gegen 19.40 Uhr, dass sich ein gemeldeter Zimmerbrand in einem Anwesen im Aufhausener Ortsteil Irnkofen zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand entwickeln sollte, dessen Bekämpfung durch starken Wind sehr erschwert wurde. Trotzdem konnte der Brand nach kurzer Zeit gelöscht werden. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht von einem Sachschaden von mindestens 100.000 Euro aus. Die Brandursache ist bislang noch unklar.

"Zimmerbrand" lautete der erste Auftrag der Leitstelle an die Feuerwehren, wodurch die Alarmstufe B3 ausgelöst und die Wehren aus Aufhausen, Petzkofen, Irnkofen-Niederhinkofen und Haidenkofen alarmiert wurden. Schon von weitem sah man dichte Rauchwolken aus dem Ort Irnkofen über die Staatsstraße 2111 ziehen.

Flammen schlagen aus dem Dach

Nach dem Eintreffen der ersten Wehren hatte sich das Feuer schon ausgebreitet und Flammen schlugen aus dem Dach. Dies führte um 19.51 Uhr sofort zur Alarmstufenerhöhung auf B 4, was die Verständigung der Feuerwehren aus Sünching, Langenerling, Moosham, Pfakofen, Rogging, Geiselhöring und Triftlfing nach sich zog, sodass an die knapp 150 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen am Einsatzort eintrafen.

Schnell wurde eine Löschwasserversorgung aufgebaut und die Wehrleute bekämpften den Brand mit sechs Strahlrohren von mehreren Seiten. Starker Wind sorgte dafür, dass die Flammen sich immer mehr verbreiteten. Mit einigen Strahlrohren, eingesetzt an den Sichtschalungen des Hauses, wurde die Brandausbreitung rund ums Haus verhindert. Immer wieder loderten die Flammen auf dem Dach auf. Erst mit dem Einsatz einer Drehleiter der Feuerwehr Geiselhöring konnte ein massiver Wassereinsatz von oben auf das Dach erfolgen.

Kurz vor 21 Uhr konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Mit Wärmebildkameras wurden die Brandbereiche überprüft und Entwarnung gegeben. Nicht nur starker Wind erschwerte die Arbeiten der Floriansjünger, sondern es fing auch noch an zu regnen und der Wind peitschte den Regen durch die Gegend. 34 Atemschutzgeräteträger befanden sich in 17 Trupps im Einsatz, beziehungsweise standen auf Abruf bereit. Gegen 21.50 Uhr waren die Nachlöscharbeiten beendet und die letzten Feuerwehren konnten den Einsatzort verlassen. Lediglich die Aufhausener Wehr blieb zur Brandwache vor Ort.

Schaden wohl im sechsstelligen Bereich

Ein Einsatz in dieser Größenordnung bedarf natürlich einer entsprechenden Koordination. Anna Eßberger, Martina Kirchmeier und Regina Grauham im Kommandofahrzeug der Feuerwehr Sünching, waren, in Zusammenarbeit mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-OEL) des Landkreises Regensburg mit Florian Straller für die Einsatzdokumentation zuständig.

Die Einsatzleitung für alle Wehren lag bei Christian Kötterl aus Aufhausen. Unterstützt wurden sie von der Landkreisführung mit Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Kreisbrandinspektor Hans Bornschlegl und Kreisbrandmeister Josef Fenn.

Auch der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen und drei Notärzten vor Ort. Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand. Den Sachschaden beziffert die Polizei Wörth an der Donau auf mindestens 100.000 Euro. Die Brandursache ist bislang unbekannt. Zur Aufklärung wurden Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hinzugezogen. Von Brandstiftung geht die Polizei derzeit aber nicht aus.

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