Eine alte parlamentarische Weisheit besagt, dass nichts aus dem Gesetzgebungsverfahren kommt, wie es hineingegangen ist. Das wird auch für das "Starke-Familien-Gesetz" gelten, das die SPD-Minister Franziska Giffey und Hubertus Heil vorgestellt haben. Damit sollen Eltern mit Kindern unterstützt werden, die bislang schwer über die Runden kommen. So sollen sie zum Beispiel bessere Bildungschancen erhalten, indem die Leistungen für die Teilhabe, also etwa für Vereinsmitgliedschaften, oder die Ausstattung für die Schule verbessert werden. Der Kinderzuschlag wird erhöht. Ob die Pläne ausreichen? Darüber wird in den kommenden Wochen zu streiten sein.

Der Kinderschutzbund zum Beispiel lässt kein gutes Haar an dem Vorhaben. Was nicht nur daran liegt, dass ein Interessenverband nie mit dem zufrieden sein wird, was die Politik plant, sondern stets noch mehr fordert. Die Kritik ist zum Teil sehr berechtigt. Bei der Beantragung von Leistungen, die Kindern aus ärmeren Familien zugutekommen, sollte die Bürokratie konsequent verringert werden. Der Staat kalkuliert ein, dass ein Teil der Eltern gar nicht in Anspruch nimmt, was ihrem Kind zusteht, weil die Scheu vor den Behörden und dem Papierkram zu groß ist.

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