Stamsried Fliegende Stühle und Steine in der Asylbewerberunterkunft

Zwei Polizeieinsätze binnen kürzester Zeit für die PI Roding in der Asylberwerberunterkunft in Stamsried. Foto: Mathias Adam - Symbolbild

Ein Stuhl und Steine sind bei einer tätlichen Auseinandersetzung in der Asylbewerberunterkunft in Stamsried geflogen, auch ein Messer war im Spiel.

Auslöser war ein bereits seit geraumer Zeit schwelender Streit zwischen Syrern, Irakern und Afghanen, der zwei Polizeieinsätze am Dienstagnachmittag auslöste.

Auf Nachfrage unserer Zeitung berichtete Manfred Groß, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Roding, dass wohl einer der in Stamsried untergebrachten minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge das Handy eines anderen kaputtgemacht hatte. Dies hatte zum Streit geführt, in den ein 14-jähriger Iraker und ein 15-jähriger Afghane verwickelt waren. Nach Angaben der Polizei wurden ein Stuhl und Steine herumgeworfen, wobei auch vier unbeteiligte Asylbewerber durch herumfliegende Teile getroffen wurden. Ein Betreuer informierte die Polizei, auch die zuständigen Fachstellen waren vor Ort, so Groß.

Einer der verletzten Unbeteiligten musste mit einer Platzwunde am Kopf und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Später, so war von der Polizei zu erfahren, bedrohte ein anderer Syrer einen Afghanen, er werde ihn umbringen. Dabei zeigte er ihm demonstrativ ein großes Küchenmesser.

Wie Groß sagte, sei die Unterbringung der verschiedenen Nationalitäten Tür an Tür nicht gerade optimal, weshalb hier eine Lösung gesucht wurde.

 

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