Städtebau

So viel Förderung fließt nach Ostbayern


Bayernweit stehen im Städtebauförderprogramm 2020 insgesamt 406 bayerischen Städten und Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 191 Millionen Euro zur Verfügung. (Symbolbild)

Bayernweit stehen im Städtebauförderprogramm 2020 insgesamt 406 bayerischen Städten und Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 191 Millionen Euro zur Verfügung. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Städte und Gemeinden in der Oberpfalz erhalten in diesem Jahr Fördermittel aus der Städtebauförderung in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Auch in Niederbayern werden Kommunen unterstützt: 18 Gemeinden erhalten insgesamt 10,8 Millionen Euro.

2020 wird die Städtebauförderung neu strukturiert. "Mit den drei neuen Programmen machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher", so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer in einer Pressemitteilung. Das Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" leiste einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Innenentwicklung der Städte und Gemeinden. "Unser Ziel ist es, innerörtliche Flächenpotenziale zu mobilisieren. So wollen wir Leerstände beseitigen und auf Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen lebenswerte Quartiere gestalten."

In der Stadt Furth im Wald können die Straßenzüge der Mondschein- und Herrenstraße neugestaltet werden. Damit soll ein Straßenraum im direkten Umfeld eines innerstädtischen, historischen Stadtplatzes aufgewertet werden. Die Stadt Schwandorf plant mit den Programmmitteln das "Alte Krankenhaus" in der historischen Altstadt zum Stadtarchiv umzubauen und das angrenzende Rathausumfeld umzugestalten.

Unterstützung für 242 Gemeinden in Bayern

Das Programm unterstützt bayernweit 242 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 68 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 100,1 Millionen Euro.

Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2020 die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung.

Beitrag zur Entbürokratisierung

2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: "Lebendige Zentren", "Sozialer Zusammenhalt" sowie "Wachstum und nachhaltige Erneuerung". Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte: "Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben."

Fördergelder für die Oberpfalz

  • Altenstadt an der Waldnaab, Ortskern, 30.000 Euro
  • Bad Kötzting, Innenstadt / Hohen-Bogen-Kaserne, 240.000 Euro
  • Bärnau, Altstadt, 1.382.000 Euro
  • Blaibach, Ortsmitte, 30.000 Euro
  • Erbendorf, Gewerbebrache und Altstadt, 60.000 Euro
  • Falkenstein, Ortskern, 120.000 Euro
  • Furth im Wald, Altstadtbereich, 360.000 Euro
  • Hirschau, Stadtkern, 60.000 Euro
  • Kemnath, Altstadt, 120.000 Euro
  • Konnersreuth, Altstadtbereich, 553.000 Euro
  • Mitterteich, Altstadtbereich, 320.000 Euro
  • Neustadt aan der Waldnaab, 60.000 Euro
  • Oberviechtach, Altstadt, 120.000 Euro
  • Rötz, Ortskern, 180.000 Euro
  • Schnaittenbach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Schwandorf, Altstadt, 420.000 Euro
  • Schwarzenfeld, Ortskern, 30.000 Euro
  • Sulzbach-Rosenberg, Rosenberg / Maxhütte, 30.000 Euro
  • Vohenstrauß, Bahnhofsbrache und Innenstadt, 480.000 Euro
  • Waidhaus, Ortskern, 180.000 Euro
  • Waldmünchen, Altstadt, 120.000 Euro
  • Waldsassen, Kernstadt, 1.650.000 Euro
  • Weiden in der Oberpfalz, Konversionsbereiche, 480.000 Euro
  • Winklarn, Ortsmitte, 150.000 Euro

Fördergelder für Niederbayern

  • Bad Abbach, Ortskern, 80.000 Euro
  • Bayerisch Eisenstein, Grenzbahnhof/Gewerbebranchen, 240.000 Euro
  • Bodenmais, Ortskern, 60.000 Euro
  • Bogen, Altsatdt, 480.000 Euro
  • Eging am See, Ortskern, 800.000 Euro
  • Freyung, Stadtkern, 4.200.000 Euro
  • Grafenau, Altstadt, 80.000 Euro
  • Hauzenberg, Ortskern und Holzwerkegelände, 400.000 Euro
  • Hinterschmiding, Ortsmitte, 80.000 Euro
  • Mallersdorf-Pfaffenberg, Brachflächenumnutzung Neue Mitte, 240.000 Euro
  • Obernzell, Ortskern, 80.000 Euro
  • Regen, Stadtkern, 30.000 Euro
  • Rottenburg an der Laaber, Kaserne/Ortskern/Bahnhof, 160.000 Euro
  • Rotthalmünster, Marktkern, 80.000 Euro
  • Ruhstorf an der Rott, Ortskern, 1.200.000 Euro
  • Spiegelau, Ortskern, 80.000 Euro
  • Vilshofen an der Donau, Innenstadt und Ortskern Pleinting, 2.400.000 Euro
  • Waldkirchen, Altstadt, 60.000 Euro

720.000 Euro für Straubing-Bogen

Wie Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier mitteilte, werden 720.000 Euro aus dem Programm im Landkreis Straubing-Bogen ausgeschüttet: 480.000 Euro fließen nach Bogen und 240.000 Euro nach Mallersdorf-Pfaffenberg. "Es ist mir ein großes Anliegen, dass sowohl die Städtebauförderung als auch die Dorferneuerung finanziell gut ausgestattet sind", so Zellmeier. Schließlich seien die Klein- und Mittelstädte sowie die Dörfer das starke Rückgrat Bayerns. Ihre Entwicklung müsse nachhaltig unterstützt werden, denn nur so seien gleichwertige Lebensverhältnisse auf Dauer möglich.

Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren erhebliche Gelder in viele Gemeinden des Landkreises Straubing-Bogen. Bayernweit stehen im Städtebauförderprogramm 2020 insgesamt 406 bayerischen Städten und Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 191 Millionen Euro zur Verfügung, damit bleiben die Mittel auf hohem Niveau.