Mehr Grün entlang Straubinger Straßen, durchgängige Parkwege, Baum-Alleen in der Stadt - wie könnte das gehen? Oder, genauer: Warum geht das nicht?

Dass die Landshuter Straße eine Prachtstraße wäre, kann man nicht sagen. Obwohl, sagen kann man das schon; es stimmt nur nicht. Man muss nur von Landshut her kommen, dann sieht man: Das ist nicht wie von Regensburg oder auch Passau her. Keine Villen, keine Allee, nichts Durchdachtes, nirgends ein Ansatz von Planung. Diese Straße, sagt Stadtheimatpfleger Alfons Huber, "war immer Wildwuchs". Vor 100 Jahren waren da kleine Gartler und Landwirtschaften, Arbeiter und Tagelöhner, dazu Ziegeleien und Gewerbe; heute sind hier überall Gebrauchtwagenmärkte, haufenweise sieht man Autos auf Halde. Was es hier nahezu gar nicht gibt, das ist Grün.

Auch deshalb kann man leider sagen: In der Landshuter Straße trifft Hässlichkeit das Auge wie der Schlag eines Boxers das Glaskinn zum Erstrunden-Knockout. Bäume und Sträucher würden das Glaskinn ein bisschen unsichtbarer machen. Wie schön eine Allee sein kann, sieht man in der Passauer Straße. Aber hier, in der Landshuter Straße, gibt es das nicht. Geht das hier nicht?