Stadt Deggendorf bekämpft Mücken Sommernächte genießen ohne Mückenstiche – was jeder tun kann

Mücken nerven vor allem in einer lauen Sommernacht. (Symbolbild) Foto: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Überall, wo stehendes Wasser ist, sind meistens auch Mückenlarven zu finden – oft reicht ein Blumenuntersetzer auf der heimischen Terrasse mit einem Rest Gießwasser, und schon wird diese Pfütze von den Mücken zur Ablage ihrer Eier genutzt. Wenn die Larven dann noch Zeit haben zu schlüpfen, ist es vorbei mit einem lauen Sommerabend auf der Terrasse. Die Stadt Deggendorf gibt Tipps, wie man Mücken vermeiden kann. 

Jeder Einzelne kann auf umweltverträgliche Art etwas gegen Stechmücken tun, indem er stehende Gewässer vermeide oder abdeckt. So sollten Blumenuntersetzer regelmäßig nach Regenfällen geleert werden und zum Beispiel Regentonnen mit einem Deckel verschlossen werden. Falls das nicht möglich ist, wäre ein gezielter Einsatz des Eiweißpräparats B.t.i. (Bacillus thuringiensis israelensis) möglich. Dadurch wird die Entwicklung der Larven zu flugfähigen und aktiven Mücken verhindert.

Stadt Deggendorf verteilt Eiweißpräparat B.t.i.

An der Pforte des Neuen Rathauses in Deggendorf werden wieder zum erstmaligen Probieren Kleinmengen von B.t.i. kostenlos ausgegeben. Da das Präparat an der Wasseroberfläche schwimmt, reicht der Inhalt einer Tüte für eine Fläche von circa zwei Quadratmeter. Aber bitte vor Verwendung prüfen, ob überhaupt Mückenlarven im Wasser sind, da das Präparat nicht „vorbeugend“ wirkt und nach Einbringen ins Wasser eine Wirksamkeit von circa drei bis vier Tagen hat. Das gesammelte und so behandelte Regenwasser ist bedenkenlos zum Gießen der Pflanzen verwendbar – auch für das Gemüsebeet. In Teichen mit Fischbesatz minimieren die natürlichen Fressfeinde die Menge der Larven, daher ergibt es keinen Sinn, das Mittel in Teiche zu geben.

Bauhof bekämpft Stechmücken

In größerem Stil ist der städtische Bauhof mit der Bekämpfung der Stechmücken beschäftigt. Bereits seit Mai kontrolliert der Baubetriebshof fortlaufend potenzielle Brutstätten im Stadtgebiet auf Larvenbefall. Falls mehr als fünf Mückenlarven je Liter Schöpfprobe gefunden werden, wird gezielt das Eiweißpräparat B.t.i. ausgebracht, außer in Naturschutzgebieten oder Fauna-Flora-Habitat-Gebieten, wo keine Stechmückenbekämpfung vorgenommen wird. 

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