Staatsforsten Regensburg Bayerische Wälder nach Dürrejahren erholt

Die Sonne scheint hinter den noch kahlen Bäumen eines Mischwaldes. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Bayerns Wälder haben sich von den großen Schäden mehrerer trockener Jahre erholt. Die Staatsforsten in Regensburg gehen zudem davon aus, dass weniger Borkenkäfer auftreten, die vor allem Fichtenwälder beschädigen. Das teilte das Unternehmen in Regensburg auf Anfrage mit.

Wassermangel sowie die mit Trockenheit und Wärme einhergehende massenhafte Vermehrung der Käfer hatten vor allem 2018 und 2019 immense Schäden in Deutschlands Wäldern angerichtet, die bis heute nicht behoben sind. Hinzu kamen Stürme. Da es in Bayern in den vergangenen beiden Jahren mehr regnete als in vielen anderen Teilen Deutschlands, ist dementsprechend die Ausgangslage nun besser als in anderen Bundesländern.

"Die Wasserspeicher im Raum der Baumwurzeln sind trotz des sehr trockenen März gut gefüllt", sagte ein Sprecher. "Der Winter und das vergangene Jahr mit kühleren Temperaturen und vor allem ausreichendem Niederschlag haben dem Wald gutgetan." Auch die Borkenkäfer könnten dementsprechend in diesem Jahr weniger gehäuft auftreten als in der Vergangenheit. Bereits 2021 hatten die Staatsforsten deutlich weniger Schadholz verbucht als in den Vorjahren.

Der Sommer sollte nicht zu heiß und trocken werden

"Aufgrund der geringeren Schäden und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung in den bayerischen Staatswäldern rechnen wir auch 2022 mit deutlich niedrigeren Schadzahlen als in den letzten Jahren", sagte der Sprecher. Voraussetzung ist allerdings, dass der Sommer nicht zu heiß und trocken wird. Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde, um Eier abzulegen, die Larven legen ebenfalls Bohrgänge an. Durch Trockenheit geschwächte Bäume können bei massenhaftem Befall in kurzer Zeit absterben.

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