SSV Jahn Regensburg Selimbegovic: Trainerjob ist "Erfüllung eines Traumes"

Mersad Selimbegovic wird zum Cheftrainer des SSV Jahn Regensburg befördert. Foto: dpa

Seit Freitagvormittag steht es fest. Mersad Selimbegovic, der ehemalige Co-Trainer unter Achim Beierlorzer, wird neuer Cheftrainer beim SSV Jahn Regensburg. "Es ist die Erfüllung eines Traumes", sagt er.

"Es gibt wenige, die schon so lange beim Jahn arbeiten", sagt Geschäftsführer Christian Keller über Mersad Selimbegovic, den neuen Trainer des SSV Jahn Regensburg. "Deswegen war das für uns eine folgerichtige und leichte Entscheidung. Er war der mit Abstand passendste Kandidat", so Keller weiter. Der Bosnier wurde am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert. Der 37-jährige gelernte Verteidiger spielte von 2006 bis 2012 99 Mal selbst für den Jahn, war dann unter anderem als Co-Trainer der U19 und als Nachwuchskoordinator tätig. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er der der Co-Trainer unter Achim Beierlorzer und Nachwuchskoordiantor in Personalunion. Nun kann er sich erstmals als Cheftrainer beweisen. Er hat beim Jahn einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben.

Schon im vergangenen Herbst hatte Keller dem damaligen Trainer Beierlorzer gesagt, dass er Selimbegovic "in gewisse Abläufe noch stärker" einbinden könne. Er habe damit gerechnet, dass Beierlorzer den Verein irgendwann verlassen wird. "Konkretisiert habe ich es dann aber erst am Freitag vor dem Spiel gegen Sandhausen", sagt Keller. Er fragte ihn, ob er sich das Amt als Cheftrainer vorstellen könnte. Nach kurzer Bedenkzeit setzte sich Selimbegovic mit den Verantworlichen am Freitag danach zusammen.

"Riesen Vertrauen" in Verein und Mannschaft

"Ich freue mich total auf die neue Aufgabe, habe aber auch den nötigen Respekt davor", sagt Selimbegovic. Er wisse genau, wie hart man beim Jahn in den vergangenen Jahren arbeiten musste, um die Ziele zu erreichen. Er habe "riesiges Vertrauen" in den Verein und die Mannschaft. "Ich habe mir eigentlich nie Gedanken gemacht, wann der Moment kommt, in dem ich als Cheftrainer arbeite. Jetzt ist es für mich aber die Erfüllung eines Traumes", sagt der Bosnier.

"Wir wollen für Ambition, Bodenständigkeit und Glaubwürdigkeit stehen. Mersad, der seit 2006 beim Jahn ist, hat wirklich alles mitgemacht - die guten und die weniger guten Zeiten, und hat sie mitgeprägt", sagt Keller. Die Spielidee, die den Jahn unter Achim Beierlorzer ausgemacht hat, wird der neue Coach beibehalten. "Es wird keine großen Änderungen geben, denn wir waren in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich damit." Über seinen Vorgänger Beierlorzer konnte der Fußballlehrer nur Gutes sagen. "Ich habe sehr, sehr viel von ihm gelernt und bin dankbar, dass ich mit so einem Trainer, aber auch so einem Menschen zusammenarbeiten durfte." Wer Selimbegovics Co-Trainer wird, steht noch nicht fest.

Der neuen Saison blickt der Cheftrainer "durchaus positiv" entgegen – trotz der Abgänge einiger Leistungsträger. "Es ist im Fußball üblich, dass Spieler kommen und gehen. Wir wissen, woher wir kommen, was wir können. Wir glauben an uns und werden auf dem Weg auch so fortfahren." Sein Wunsch für die neue Saison ist, die Mannschaft weiterzuentwickeln und am Ende das Saisonziel – 40 Punkte und damit Klassenerhalt – zu erreichen. Dafür kommt es seiner Meinung nach auf "die mannschaftliche Geschlossenheit, Zweikämpfe und den unbedingten Willen" an.

Auch Präsident Hans Rothammer ist überzeugt von der Lösung. "Ich freue mich sehr, dass Mersad diese Aufgabe in Zukunft ausüben wird. Wir sind begeistert davon, dass der neue Cheftrainer aus der Jahn-Familie kommt und alle Eigenschaften mitbringt, die er braucht. Wir stehen hiter der Entscheidung und unterstützen sie", sagte er stellvertretend für die Jahn-Gremien. "Den letzten Tick gab es, als wir Mersad eine Blutprobe entnommen und festgestellt haben, dass er Jahn-Blut in den Adern hat", so Rothammer lachend.

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