SSV Jahn Regensburg Grüttners Dreierpack: Da lacht das Stürmerherz

Marco Grüttner glänzte beim Jahn-Sieg in Wiesbaden mit drei Treffern. Foto: dpa

Jahn Regensburg fährt beim 5:0 in Wiesbaden den zweiten Saisonsieg ein, Kapitän Marco Grüttner glänzt per Dreierpack. Damit hat der Jahn mehr Punkte und Grüttner mehr Tore auf dem Konto als in den vergangenen beiden Spielzeiten zu diesem Zeitpunkt.

"Ganz wichtige Punkte", schrieb der SSV Jahn Regensburg am Samstagnachmittag auf seiner Facebook-Seite. Tatsächlich war es ein sehr wichtiger Erfolg, den die Regensburger beim SV Wehen Wiesbaden eingefahren haben. Die Saisonpunkte fünf, sechs und sieben brachte der Sieg ein und auch die Art und Weise des Auftritts beim klaren 5:0 war ein wichtiger Fingerzeig. Mit dem Erfolg steht der Jahn nun nach fünf Spielen besser da als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison oder vor zwei Jahren.

"Wir haben immer gewusst, was wir können und uns da nichts einreden lassen", sagte Kapitän Marco Grüttner am Sonntag im Gespräch mit idowa. Damit thematisiert er indirekt auch die zuletzt bereits aufgekommenen, aber keineswegs nachvollziehbaren kritischen Stimmen. Von einer großen Erleichterung wollte der Stürmer zwar nicht sprechen. "Aber es ist schon gut zu sehen, dass es klappen kann." Nach drei Niederlagen in Folge gefiel Grüttner auch die Art und Weise des Sieges. "Wobei wir uns vom Ergebnis auch nicht blenden lassen", wie er betont.

Grüttner eröffnet den Torreigen

Denn die erste halbe Stunde in Wiesbaden war ausgeglichen. Der Jahn ging mit seiner ersten richtigen Chance durch Grüttner in Führung und legte nur acht Minuten später den zweiten Treffer nach. Und wenn nach der Pause Daniel-Kofi Kyereh ins Tor statt an den Pfosten schießt, dann kann es auch nochmal eng werden. Anschließend brachte Regensburg den Sieg aber sehr souverän über die Zeit.

Der Sieg in dieser Art und Weise war wichtig für den Jahn. "Auch dass wir zu null gespielt haben und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugt haben", so Grüttner. Das Spiel zeigte, dass es vorne wie hinten funktionieren kann – und dieses Vertrauen ist bei der mutigen Spielweise des Jahn sehr wichtig.

Mit gleich drei Treffern glänzte in Wiesbaden Marco Grüttner selbst. Da lacht das Stürmerherz! "Man freut sich natürlich immer, wenn man Tore machen kann, mir wurde es durch die guten Vorlagen aber auch sehr einfach gemacht", sagte er. Für Grüttner waren es in der Liga die ersten Saisontore. Groß Gedanken habe er sich darüber aber zuvor nicht gemacht. "Es gibt immer mal wieder Phasen, in denen man nicht trifft. In den vergangenen Spielzeiten hat es auch bis zum vierten beziehungsweise fünften Spieltag gedauert, bis ich das erste Tor gemacht habe. Da ist es wichtig, dass man nicht verzweifelt und einfach dranbleibt."

Grüttners Lob für Selimbegovic

Es war auch ein wichtiger Erfolg für Trainer Mersad Selimbegovic, um weiter in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten zu können. Das macht er laut Grüttner ohnehin hervorragend. "Mersad macht das super, es macht richtig Spaß mit ihm zu arbeiten." Grüttner war von Beginn an überzeugt von der Entscheidung, Selimbegovic zum Chef zu befördern. "Richtig geil", war laut Geschäftsführer Christian Keller die erste Reaktion Grüttners darauf. "Es war aus meiner Sicht die absolut richtige Wahl. Mersad identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Jahn, war die letzten Jahre nah dran, ist ein akribischer Arbeiter und legt viel Wert auf Disziplin. Er ist noch am Anfang seiner Trainerkarriere und ich hoffe, dass wir uns noch auf eine lange Zusammenarbeit zwischen Mersad und dem Jahn freuen dürfen."

Für den Jahn steht jetzt erst einmal die Länderspielpause an, am Donnerstag wird gegen den Drittligisten FSV Zwickau getestet. Danach warten mit den Heimspielen gegen Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart und Tabellenführer Hamburger SV sowie der Auswärtspartie in Dresden Highlights auf die Jahnelf. "Wir freuen uns ohnehin auf jedes Spiel in der 2. Liga. Aber klar ist es ein besonderer Reiz, gegen so große Clubs antreten zu können", sagt Grüttner. Für ihn wird vor allem das nächste Duell mit dem VfB besonders, kommt er doch aus der Region und spielte vor seinem Wechsel zum Jahn drei Jahre für die zweite Mannschaft des VfB. "Es ist eine schöne Sache, Freunde und Bekannte werden da sein. Aber letztlich geht es auch da nur um drei Punkte", sagt der Jahn-Kapitän. Und die wollen die Regensburger nach Möglichkeit in der Oberpfalz behalten und damit an den gelungenen Auftritt in Wiesbaden anknüpfen.

 

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