SSV Jahn Regensburg Ein neues Funktionsgebäude und drei Signale

Josef Rädlinger (Inhaber Bauunternehmen, von links), Hans Rothammer (Präsident SSV Jahn), Christian Keller (Geschäftsführer SSV Jahn), Matthias Altmann (Altmann Ingenieure) und Rüdiger Altmann (Geschäftsführer Rädlinger) beim Spatenstich für das neue Funktionsgebäude des SSV Jahn. Foto: Fabian Roßmann

Der SSV Jahn Regensburg hat den Grundstein für sein neues Funktionsgebäude am Trainingsgelände gelegt. Von diesem Projekt gehen für Geschäftsführer Christian Keller drei Signale aus.

"Für einige mag es nur ein Gebäude-Neubau sein. Aber für uns ist das etwas ganz Besonderes, das ist ein besonderer Tag in der Jahn-Historie." Das sagte Christian Keller, Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg, am Dienstagvormittag bei der Grundsteinlegung des neuen Funktionsgebäudes am Trainingsgelände am Kaulbachweg. Es handelt sich um das bislang größte eigenverantwortliche Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Vereins.

Gemeinsam mit dem Bauunternehmen Rädlinger sowie dem Altmann Ingenieurbüro wurden seit April 2018 die Planungen für das Gebäude vorangetrieben. Aus einer Lagerhalle und einem einstöckigen Gebäude bei Beginn der Planungen wurden am Ende drei Stöcke mit insgesamt 1.100 Quadratmeter Nutzfläche. "Jeder Quadratmeter ist verplant, hat seine Funktion und wird optimal genutzt", sagte Matthias Altmann vom zuständigen Ingenieurbüro.

Neben üblichen Räumen wie Umkleiden, Duschen, einem Aufenthaltsraum oder Lagerräumen für das Trainingsmaterial werden in das Gebäude beispielsweise auch Physioräume, Trainerbüros, ein Besprechungsraum, ein Fitnessraum oder ein Regenerationsbereich ihren Platz finden. Die Fertigstellung ist für Herbst 2020 angedacht. Ambitioniert, aber machbar - da waren sich die beteiligten Partner einig.

Für Christian Keller ist der Neubau ein Meilenstein in der Jahn-Geschichte. Drei Signale würden von diesem Projekt ausgehen:

  1. Neue Heimat für die Profimannschaft. "Das ist dringend notwendig, weil das aktuelle Funktionsgebäude nicht wettbewerbstauglich ist im Profifußball-Vergleich", so der Geschäftsführer.
  2. Langfristige und nachhaltige Ausrichtung. "Wir schauen nicht nur auf auf das einzelne Ergebnis vom Wochenende oder die aktuelle Saison, sondern versuchen, perspektivisch nach vorne zu denken. Das ist in diesem sehr kurzfristig angelegten Fußballgeschäft sicher keine Selbstverständlickeit."
  3. Wirtschaftliche Solidität. "Wir bauen ein Gebäude, das im deutlich siebenstelligen Bereich angesiedelt ist, bauen das vollständig aus eigener Kraft ohne einen Euro Fremdkapital. Wer die Jahn-Historie kennt, der weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist für den Jahn."

Fast zwölf Meter hoch, fast 40 Meter lang wird das Gebäude am Ende sein. Zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten, von denen laut Keller schon jeder Euro finanziert ist.

Dieser Neubau ist ein weiterer Schritt in der äußerst positiven infrastrukturellen Entwicklung des Jahn in den vergangenen Jahren. Bereits alle Plätze wurden in den vergangenen Jahren erneuert oder neu gebaut am Trainingsgelände. Keller unterstreicht die Bedeutung dieser Entwicklung: "Die Öffentlichkeit und die Medien sehen primär das, was auf dem Platz stattfindet. Aber damit auf dem Platz etwas gut werden kann, braucht man ein Fundament. Ohne gute Fußballplätze kannst du nicht gut trainieren. Dieses Funktionsgebäude wird das Jahn-Fundament zukünftig massiv ergänzen."

Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema: Entwicklung im Eiltempo für eine positive Zukunft

Mit diesem Bauprojekt ist die infrastrukturelle Entwicklung für den Geschäftsführer aber noch nicht abgeschlossen. "Es muss auch danach weitergehen, das ist nicht der letzte Baustein", kündigt er an. Für den Nachwuchs müsse man noch ein "vernünftiges Gebäude" schaffen, dazu kommt das zweite Trainingsgelände am Weinweg, das "noch etwas stiefmütterlich behandelt wurde bis dato", so Keller. Es gibt also noch einiges zu tun für den Zweitligisten. Der Neubau des Funktionsgebäudes ist dabei aber ein enorm wichtiger Schritt für eine gute Jahn-Zukunft.

 

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