SSV Jahn Regensburg Achim Beierlorzer über seine erste Zeit in Regensburg und den Spielstil des Jahn

Sie sind seit rund zwei Monaten Trainer des Jahn. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit aus?
Beierlorzer: Ich bin gut angekommen und fühle mich hier sehr wohl. Die Aufgabe bereitet mir unheimlich viel Spaß. Ich fühle mich super angenommen in der Stadt und im Verein. Ich habe fast täglich für den Jahn gearbeitet, deshalb war die Zeit auch sehr intensiv. Aber das wusste ich und das wollte ich auch genau so.

Wie haben Sie den Verein in der bisherigen Zeit kennengelernt?
Beierlorzer: Genau so wie er mir beschrieben wurde. Ich hatte intensive und offene Gespräche mit Christian Keller, in denen er mir alles genau so beschreiben hat, wie ich es jetzt erlebe. Dass der Verein sich in den letzten Jahren richtig weiterentwickelt hat mit jungen Leuten auf der Geschäftsstelle, die engagiert mit anpacken. Aber auch die Mannschaft wurde mir genau so beschrieben, wie ich sie jetzt vorgefunden habe. Mit den Neuzugängen haben wir noch den einen oder anderen Aspekt in die Mannschaft gebracht, wo auch ich mich mit einbringen konnte. Auch da macht es immer wieder Spaß, weil wir dieselbe Meinung haben, nämlich dass wir nur Spieler brauchen, die zum Jahn und in unsere Mannschaft passen.

Sie sind vor allem auch deshalb als neuer Trainer ausgewählt worden, weil Sie sowohl in Fürth als auch in Leipzig den Fußball haben spielen lassen, für den auch der Jahn stehen will. Umschreiben Sie doch bitte kurz Ihre Spielphilosophie.
Beierlorzer: Prinzipiell ist es ein sehr aktiver Fußball. Sowohl in der Phase gegen den Ball als auch in der Phase mit dem Ball wollen wir das Spiel bestimmen. Deshalb wollen wir nicht abwarten, sondern weit in der gegnerischen Hälfte die Bälle erobern. Das heißt im Umkehrschluss, den Gegner auch so weit wie möglich von unserem Tor fernzuhalten. Da gibt es gewisse Mechanismen, die wir einstudiert haben. In der Defensive kann man eher mit einem Plan agieren, in der Offensive ist eher die Kreativität der Spieler gefragt. Grundsätzlich ist es so, dass wir die Geschwindigkeit, die wir bei der Balleroberung haben, gleich in die Offensivbewegung mitnehmen und mit Tempo aufs Tor gehen wollen.

Welche speziellen Anforderungen haben Sie durch diesen Spielstil an Ihre Spieler?
Beierlorzer: Vor allem Bereitschaft und Mentalität. Auch Schnelligkeit ist, wie im Fußball ja insgesamt, nie verkehrt. Wenn wir die Geschwindigkeit aus unserem aggressiven Verteidigungsverhalten mit in unser Offensivspiel nehmen, dann müssen wir nur noch klar, einfach und zielorientiert spielen.

Ist diese Art Fußball – gerade für einen Aufsteiger – auch ein Stück weit riskant?
Beierlorzer: Es ist dann nicht riskant, wenn wir es als Mannschaft komplett durchziehen. Riskant wäre es dann, wenn sich die Mannschaft splittet. Wenn die Offensivspieler draufgehen und die Defensivspieler hinten abwarten. Wenn es die Mannschaft geschlossen macht, dann ist das überhaupt nicht riskant sondern ein großer Gewinn. Ich denke, das konnte man in den ersten Wochen auch schon sehr gut sehen. Speziell in den Spielen gegen Darmstadt und Ingolstadt, aber auch schon gegen Nürnberg und Ingolstadt.

 
 

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