Sprache Neue Buchstabiertafel von Aachen bis Zwickau

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat eine neue Buchstabiertafel veröffentlicht. Foto: -/DIN/dpa

Nach einem Hinweis des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume wurde die Buchstabiertafel neu gestaltet. Warum?

Buchstabiert wird künftig von A wie Aachen bis Z wie Zwickau. Nach intensiven Beratungen hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) am Freitag in Berlin die neue Buchstabiertafel veröffentlicht.

Die DIN 5009 für "Ansagen und Diktieren von Texten und Schriftzeichen" greift jetzt durchgehend auf Städtenamen zurück.

Damit ist auch das alte N wie Nathan nicht berücksichtigt, das die Nationalsozialisten durch Nordpol ersetzt hatten. Für diesen Buchstaben steht künftig Nürnberg.

Anstoß für die Neugestaltung der Buchstabiertafel war ein Hinweis des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden alle jüdischen Namen in der Tafel ersetzt.

Die Anwendung von Norm und Buchstabiertafel sei freiwillig, hieß es nun in einer Mitteilung. Gedacht ist sie vor allem für Wirtschaft und Verwaltung.

Die eingesetzte Kommission hat im Vergleich zu einem ersten Entwurf noch einmal neun Städtenamen ersetzt. So musste Augsburg Aachen weichen, um den Doppellaut "Au" am Anfang zu vermeiden. Ein ähnliches Schicksal ereilte Stuttgart mit seinem "St". Nun heißt es: S wie Salzwedel. Andere Großstädte wie B-erlin, H-amburg und M-ünchen setzten sich durch.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 

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